Bin ich eine Öko-Mama?

Bin ich eine Öko-Mama?

Die liebe Sophie von Kinderlachen & Elternsachen hat zur Mama Blogparade aufgerufen, bei der Mamas sich als mehr oder weniger Öko-Mama outen sollen. 

Da bin ich dabei, denn ja… ich denke, ich bin ein bisschen Öko-Mama, weil…

  • ich aktuell mit viel Gemüse & Obst aus dem bio-Kistl koche, das mir wöchentlich geliefert wird
  • bei uns Kleidung und Spielzeug großteils Second Hand geshoppt wird – ich bin ein großer Fan von shpock, willhaben und Mädchenflohmarkt
  • mittlerweile unsere gesamte Familie leidenschaftlich gärtnert und dabei schon beträchtliche Ernteerträge zustande gekommen sind, ebenfalls alles bio und mit dem eigenen Kompost gedüngt
  • wir für den Kompost den Biomüll in unserer Wohnung sammeln, um ihn dann am Wochenende  im Kompost im Schrebergarten wieder loszuwerden
  • ich Plastiksackerl so gut es geht meide und fast immer eine Stofftasche dabei habe
  • wir derzeit lieber im Wald und in der Natur unterwegs sind als in der Stadt
  • ich fast ausschließlich bio-zertifizierte Naturkosmetik verwende
  • beim Basteln ganz oft Abfall, Naturmaterialien oder einfach nur Papier zum Einsatz kommen
  • wir regionale Lebensmittel einkaufen

aber:

  • ich kaufe Milch und Joghurt immer noch im Tetrapack bzw. in Bechern
  • für den Wochenendeinkauf verwenden wir das Auto
  • gerade habe ich für befreundete Kinder richtiges lautes Plastikspielzeug als Geburtstagsgeschenk besorgt – wenn sie das schon von ihren Eltern nicht bekommen
  • bei uns gibt`s nur Einwegwindeln – Stoffwindeln kommen uns nicht ins Haus
  • Der Papa will von Second Hand-Hemden nichts wissen

 

Und wie ist das bei Dir? Steckt auch eine bisschen Öko-Mama in Dir?

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Komforttrage vs. Tragetuch – das ist hier die Frage

Komforttrage vs. Tragetuch – das ist hier die Frage

Wie hätte es auch anders sein können? Aus der mittlerweile 3 Monate alten Babyschwester ist ein leidenschaftliches Tragebaby geworden. Auch wenn mittlerweile der Kinderwagen gut bei ihr ankommt…

Für kurze Wege, langweilige U-Bahn-Fahrten oder das Einschlafen in lauter Umgebung aber ist mir bzw. der Kleinen das Tragen eindeutig lieber. Auch zuhause hat das Tragen für Haushaltstätigkeiten bzw. für Spielplatzbesuche mit der großen Schwester einen eindeutigen Vorteil: Auch in wachem Zustand ist das Babylein überall live dabei und ich habe dabei die Hände frei. Yeah.

Womit ich mein Baby trage?

An Tragetücher habe ich mich sowohl beim ersten als auch jetzt beim zweiten Baby nie herangewagt. Stattdessen habe ich mir für die ersten Wochen nach der Geburt eine „No name“-Mei Tai (Mei Tai ist im Grunde nur eine traditionelle Tragehilfe aus Asien) besorgt, die zwar ein wenig schwieriger anzuziehen ist, die im sommerlichen Alltag aber wesentlich kühler und leichter war als meine „eingetragene“ Ergobaby Carrier-Trage samt Neugeboreneneinsatz. Der ist bei den Temperaturen dieses Sommers fast zu heiß gewesen und auch nicht besonders bequem. Nach Besuch der Trageberaterin Astrid von sichergebunden.at und deren Tipp, den Steg mit einem Tuch zu verkleinern, verwende ich die Ergobaby mit abgebundenem Steg aber wieder gerne. Außerdem darf ich nach Anfrage bei buzzidil deren geniale Babytrage testen. Im Gegensatz zur Ergobaby ist die viel weicher um die Hüfte und lässt sich dank unterschiedlicher Befestigungsmöglichkeiten der Schulterträger wunderbar an die Größe von Babys von 0-18 Monaten anpassen. Nach einigen Trageversuchen ist die buzzdil mein rücken- und hüftschonender Tragefavorit, auch wenn ich mir beim Anschnallen der Ergobaby noch etwas leichter tue. Irgendwie rutschen die Gurte da besser…

Aber noch ein paar Worte zur Trageberatung

Ich hätte es zwar beim ersten Kind nicht für nötig gefunden, habe mir aber bei Baby Nr. 2 eine Trageberatung geleistet und dabei zum einen verschiedenste Tragen ausprobiert – die kokadi Flip wäre übrigens meine erste Wahl gewesen – und einige hilfreiche Kniffs und Tricks mitbekommen (wie zB. den Steg bei der Ergobaby abzubinden, damit sie auch für Neugeborene geeignet ist).

Um Euch bei der Auswahl und Entscheidung auf der Suche nach dem passenden Tragesystem zu unterstützen, habe ich der Trageberaterin Christina Curelli (http://tragend-begleitet.at) einige Fragen gestellt:

  • Was sind Vor- und Nachteile eines Tragetuchs bzw. einer „Komforttrage“?

Aus meiner Beratungserfahrung wünschen sich viele Eltern beim Thema Tragen im Vorfeld eine „schnell anzulegende, möglichst vorbindbare, unkomplizierte“ Lösung. Welche das am Ende für die Familie wird, denn die Möglichkeiten am Markt sind heutzutage gigantisch, ist zweitrangig – in erster Linie bietet Tragen die für Babys so wichtige Nähe und Geborgenheit, unterstützt die Bindung und erleichtert den familiären Alltag dank freier Hände und uneingeschränkter Mobilität.

Ein Tragetuch hat in meinen Augen den Vorteil der Flexibilität und Günstigkeit. Gebraucht lassen sich mit wenig Geld schon tolle, stabile Tücher finden, welche von Geburt an bis zum Ende der Tragezeit nützbar sind. Mit etwas Bindeerfahrung kann mit einem Tuch auf Bauch, Hüfte und Rücken getragen werden, es kann täglich die Optik durch neue, auch dem jeweiligen Alter besser entsprechenden, Bindeweisen oder „Finishs“ variiert werden. Gleichzeitig kann auf individuelle „Problemzonen“ des Trägers aber auch Traglings eingegangen werden, um optimal zu entlasten und zu stützen.

Gerade ein Tuch mit 4,5 Metern aufwärts wirkt zu Beginn bei frischgebackenen Eltern jedoch schnell abschreckend und aufwendig. Vorbinden erscheint vielleicht auf den ersten Blick als praktisch, birgt aber ein hohes Risiko zu locker zu binden, wodurch es beim Träger zu Schmerzen und beim Baby zu einem Zusammensacken im Tuch kommen kann.

Viele Eltern greifen daher im ersten Impuls bevorzugt zu einer Tragehilfe, da ihnen diese alltagstauglicher erscheint. Die Klassiker an Tragehilfenmarken wie Ergobaby oder Manduca kennen die meisten aus Babyfachgeschäften und Babywerbung. Daneben existieren jedoch noch Dutzende andere kleinere Hersteller am Markt, welche ihre Tragehilfen vorrangig online oder über explizite „Trageshops“ oder vereinzelt auch Trageberaterinnen vertreiben. Jede Trage hat Vor- und Nachteile, bei der einen ist es vielleicht die Stoffwahl, bei der nächste die Konstruktion, oder vielleicht die Verstellbarkeit, etc. Zum Glück haben auch die bekannten, großen Hersteller ihre Produkte in letzter Zeit so weit überarbeitet, dass als „Gruseltragen“ titulierte Modelle heute kaum noch außerhalb des Second Hand Bereichs am Markt zu finden sind.

Woran erkenne ich jetzt aber als Laie angesichts des Riesenangebotes am Markt ein gutes Tragehilfen-Produkt? Als Kriterien gelten grob folgende Punkte:

  1. Die Tragehilfe unterstützt die entwicklungsgerechte Haltung des Kindes (Rundung der Wirbelsäule, Anhock-Spreiz-Haltung).
  2. Der Rückenteil ist aus festem „Tragetuchstoff“ und stützt das Kind straff und stabil (auch seitlich) wie eine zweite Haut.
  3. Stufenlos verstellbarer Steg (Anmerkung: Gewichtsangaben bei Herstellern sind vorrangig bei Haftungsansprüchen relevant, sagen jedoch nichts darüber aus, wie breit der Steg und damit verbunden die Passdauer der Tragehilfe ist. Kleidergrößenangaben stellen hier einen verlässlicheren Richtwert dar)
  4. Bis mindestens Sitzalter werden die Träger bei Fullbuckles im Hüftgurt, ab Sitzalter im Rückenpaneel befestigt.
  5. Die Kopfstütze lässt sich anpassen und der Kopf wird gut gestützt.
  6. Die Tragehilfe ist Träger und Tragling bequem. Der Träger kann die Tragehilfe gut bedienen.
  7. Die Tragehilfe enthält keine Schadstoffe im Gewebe.

Optimal wäre selbstverständlich, wenn all diese Punkte erfüllt werden, jedoch ohne Dogmatismus: Grundvoraussetzung ist am Ende, dass die gewählte(n) Tragemöglichkeit(en) zur Familie passt/passen muss!  Nicht jede Tragehilfe passt staturbedingt zu jedem. Sich hier auf Tipps von FreundInnen, Verkäuferinnen im Babyfachmarkt oder Tests zu verlassen kann rasch in teuren Fehlkäufen enden, da jeder Träger eine Tragehilfe subjektiv als anders empfindet.

Tragehilfen haben stegbedingt zudem ein „Ablaufdatum“. Etwa um Kleidergr. 80/86 (1-1,5 Jahre ca.) müsste bei den meisten Tragesystemen von einer Babysize auf eine Toddlersize gewechselt werden. Auch sind hochwertige Tragehilfen, selbst am Gebrauchtmarkt, nicht unbedingt günstig.

  • Welche Tragehilfe empfiehlst  Du bei Neugeborenen bzw. bei größeren Kindern?

Ich möchte bewusst keine Empfehlung abgeben, weil wie gesagt jede Familie ihre individuelle Wahl treffen muss, und es unter den Tragehilfen einfach keine „eierlegende Wollmilchsau“ gibt. Für Neugeborene empfehle ich persönlich ein Tuch bzw. Ring Sling oder eine Trage zum Binden, wie zB. eine Mei Tai/Wrapcon oder einen Halfbuckle (Tragehilfe mit Hüftgurt zum Knoten oder mit Schnalle bzw. Trägern zum Binden).

In der Beratung erlebe ich auch oft, dass Eltern eine Fullbuckle (Trage mit Schnalle an Hüftgurt und Trägern) bei sehr kleinen Babys oftmals als zu wuchtig empfinden und hier nach einem Probieren beider Systeme fast immer zu einer sich besser ans Baby anschmiegenderen Lösung mit bindbaren Schulterträgern greifen. Aber ich möchte nochmals betonen: Auch ein Fullbuckle ist eine legitime Wahl für ein kleines Baby! Wichtig ist, dass Eltern und Kind sich wohlfühlen!

Was mir persönlich bei mir, aber auch in der Beratung auffiel, ist, dass sich mit der Zeit die Trägerbedürfnisse ändern. Während im ersten Lebensjahr oft Varianten zum Binden beliebter sind, kommt ab dem 2. Lebensjahr durch das höhere Gewicht des Traglings und auch den aktiveren Lebensstil der Familie im Outdoorbereich verstärkt der Wunsch nach einer besser gepolsterten Trage auf, wie es in der Regel ein Fullbuckle bietet. Manche Eltern fangen auch mit großem Kind erst das Tuchbinden an, weil sie die Entlastung als feiner empfinden. Kurzum: Es bleibt auch hier sehr subjektiv!

  • Sind Tragetücher für jeden geeignet?

Theoretisch ja. Praktisch bedarf es aber Übung. Beim ersten Binden mit kleinem Baby kannst du schnell einmal das Gefühl haben, die knapp 5 Meter Stoff nie zu entwirren, aber meist läuft es nach zwei, dreimal binden, spätestens nach einer Woche regelmäßig üben, völlig automatisiert ab. Hier kann ich nur raten: Hab Geduld mit dir selber und gib nicht sofort auf!

Willst du gerne im Tuch tragen, kommst aber mit der Stofffülle wirklich nicht zurecht, könnte beispielsweise auch eine Wrapcon als Kombination von Tuch und Tragehilfe etwas für dich sein.

  • Gibt es eine Komforttrage die Du besonders empfehlen kannst? Wenn ja warum?

Ich kann aus oben genannten Gründen nur sagen, womit wir in unserer Familie privat im Moment gerne tragen: Ich bin in erster Linie ein Tragetuchfan, aber wenn ich oder mein Mann zur Tragehilfe für eines unserer Kinder (2 Monate und 2,5 Jahre) greifen, sind Limas, Didytai, Wrapidil, MySol, Fräulein Hübsch, Ruckeli, Nekoslings Carrier und ISARA V3 gern in Benützung.

Aber in 2,5 Jahren Tragezeit haben wir aber, allein durch meine Tätigkeit als Trageberaterin, vieles am Markt auch bewusst durchprobiert, und tun dies immer noch! Jede Tragehilfe hat einfach ihre Berechtigung!

  • Warum ist eine Trageberatung sinnvoll?

Wie bereits am Anfang erwähnt, bieten Babyfachgeschäfte nur die Spitze des Eisberges an Tragehilfe-Möglichkeiten. In einer Trageberatung besteht die Möglichkeit hier aus dem Vollen zu schöpfen. Sollte eine Trageberatung finanziell gerade nicht drinnen sein, so können Tragehilfen auch über Testpakete mancher Trageshops, oder lokal hie und da vorhandenen Tragehilfencafés getestet werden. Vielleicht habt ihr auch im Freundeskreis erfahrene Trageeltern, welche euch etwas leihen können.

Bei der Wahl der TrageberaterIn empfiehlt es sich darauf zu achten, dass diese die Ausbildung bei einer Trageschule absolviert hat. So könnt ihr darauf vertrauen, dass euer Gegenüber eine fachlich fundierte Qualifikation zum Thema hat. Auch ein Blick in das Sortiment der Trageberaterin im Vorfeld macht Sinn: Hat sie die Tragehilfen, die euch interessieren (über interne Netzwerke können wir TBs auf Anfrage auch von Kollegen bei Bedarf fehlende Marken ausleihen)? Oder hat sie prinzipiell viel Auswahl? So könnt ihr sehr sicher sein, auch etwas zu finden, was zu euch passt!

Auf alle Fälle erspart ihr euch durch ein Anprobieren im Vorfeld (mit Kind bevorzugt!) potenziell viel Ärger und viele teure Fehlkäufe, die durch Blindkäufe passieren können.

Auch bei Tuchbindeweisen kann manchmal ein geschultes Auge, welches erste Bindeversuche begleitet und gezielt Tipps gibt, die man auf Youtube-Videos nicht unbedingt sieht, dabei helfen, Unsicherheiten abzubauen, Handgriffe zu festigen und bei Problemen („Mein Kind will nicht ins Tuch“, Schmerzen etc.) eventuelle Ursachen zu entlarven und Technik oder Bindeweisen zu optimieren.

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An dieser Stelle: Liebe Christina, vielen Dank für diesen wertvollen Input.

Und womit tragt Ihr Eure Babys am liebsten?

Bildrechte: tragend-begleitet.at

In Kooperation mit buzzdil

 

Was Du in der Karenz bzw. Elternzeit unbedingt machen solltest

Was Du in der Karenz bzw. Elternzeit unbedingt machen solltest

„Das ist die schönste Zeit…“

Wenn ich mit meinen beiden Mädels durch die Gegend kurve, werde ich öfter mal angesprochen, nach dem Alter der Kleinen befragt und „beneidet“, denn: Angeblich ist es gerade die schönste Zeit, die ich mit den Kleinen erlebe.

Im Alltag ist mir das oft nicht bewusst. Mit Baby und mal mehr oder weniger trotzigem Kleinkind neige ich zu Müdigkeit, endenwollender Geduld und wenig Muße, im Augenblick zu leben. Gerade bei meinen Spaziergängen mit schlafendem Baby denke ich viel darüber nach, wie das wohl werden wird, wenn das Baby nächstes Jahr in die Krippe kommt und ich wieder arbeiten werde. Werden wir das alles hinbekommen mit zwei Zwutschgis? Werden sie sich gegenseitig die Haare ausreißen oder werden sie einander anhimmeln? Wie wird das alles, wenn die Große in die Schule kommt und dann zuerst die Große, dann die Kleine in die Pubertät…?

All das sind Dinge, die in nächsten Jahren auf uns zukommen. All das werden wir irgendwie schon meistern, aber doch zerbreche ich mir jetzt schon den Kopf darüber und vergesse dabei oft, den Moment zu leben und den Augenblick zu genießen, in dem mich das Babylein verliebt anschaut und die Große munter vor sich her plappert. Deshalb lautet mein erster „Ratschlag“ für eine erfüllte Karenz bzw. Elternzeit:

  • Sei Dir bewusst, dass Du nie wieder so viel Zeit mit Deinem Kind verbringen wirst wie jetzt (sofern Du planst, dem Arbeitsleben nicht für Ewig Adieu zu sagen)

Abgesehen davon habe ich noch folgende Ideen für die intensive Zeit zuhause mit dem Baby:

  • Lerne andere Mamas kennen: Ob am Spielplatz oder in diversen Babykursen oder -treffs. Der Austausch mit Gleichgesinnten tut einfach gut.
  • Gehe spazieren: Ist das Baby bzw. später Kleinkind erst einmal dem Mittagsschlaf entwachsen, wirst Du so schnell nicht wieder die Möglichkeit haben, lange/entspannende Spaziergänge zu unternehmen.
  • Starte ein „Projekt“, das nicht (direkt) mit dem Baby zu tun hat: Bei mir ist das der Mamablog, der mir das Gefühl gibt, einen Freiraum abseits des Babyalltags zu haben. Wie wäre es zB. mit einem selbst gestrickten Schal, einer Weiterbildung, einem Hobby, das bis dato immer brach lag? Klar, es bleibt nicht viel Zeit neben dem Baby, aber ein paar Minuten „Auszeit“ sollten drin sein und tun der sich selbst aufopfernden Mama-Seele gut.
  • Mache es Dir zuhause gemütlich, denn: Mit Baby wirst Du so viel Zeit in den eigenen vier Wänden verbringen wie noch nie.
  • Achte darauf, dennoch nicht zum Stubenhocker zu mutieren. Gerade mit einem Baby, das nur eingeschränkt kommuniziert, fällt einem leicht die Decke auf den Kopf. Mein 2-Jährige hat zwar ununterbrochen den Mund offen, aber auch ich brauche mindestens jeden 2. Tag die Unterhaltung mit einem Erwachsenen.
  • Lass Dir Zeit: Stress – wozu? Vermeide es, bei Terminen immer pünktlich sein zu wollen und überhaupt zu viele Termine zu vereinbaren. Komm runter, entspann Dich und enjoy your day – das Baby wird`s Dir danken, denn: Entspannte Mama – entspanntes Baby. So geht das.
  • Lass es Dir gut gehen: Backe Dir einen Kuchen, wenn es regnet. Schlafe, wenn das Baby schläft. Genieße die Freiheit, dich vormittags ins Kaffeehaus zu setzen und dabei immer in süßer Begleitung zu sein… diese Zeit kommt nie wieder.

Und welche „Pläne“ habt ihr für die Karenz bzw. Elternzeit?

10 Wochen Schwestern-Sein

10 Wochen Schwestern-Sein

Allmählich wird es ein bisschen lustiger mit meinem Schwesterlein, allmählich kann ich sogar ein bisschen mit ihr spielen.

Denn seit die Kleine noch andere Dinge im Kopf hat außer Schlafen, Trinken und Gewickeltwerden wird sie mir immer sympathischer. Deshalb habe ich ihr auch schon mal meine Bären vorgestellt und versprochen, dass sie mit all meinen anderen Spielsachen spielen darf, wenn sie erst einmal groß ist. Inzwischen spiele ich mir ihr „Puppe“, decke sie zu, wenn ihr kalt ist, ziehe ihr die Socken an, schaukle sie in ihrer Wippe und singe ihr meine Lieblingslieder vor. Wie Ihr also seht: Ich bin eine große Schwester zum Vorzeigen.

Mama meint zwar, ich wäre ein wenig eifersüchtig und würde immer Aufmerksamkeit brauchen, wenn die Kleine gerade gestillt, gewickelt oder zum Schlafen gebracht wird, aber da irrt sich Mama gewaltig. Ich brauche nämlich immer Aufmerksamkeit, rund um die Uhr. Schließlich bin ich ja die Große und mitten in der schwierigen Phase der Entthronung. Eh klar, dass das kleine Babylein da an zweiter Stelle kommen und ein wenig warten muss. Oder was meint Ihr?

Warten ist nämlich so gar nicht meine Stärke. Neben dem Warten mag ich es aber auch so gar nicht, wenn Mama oder sonst jemand nicht das tut, was ich will. Das macht mich ganz rasend, wenn mich zB. Mama anstatt Papa wickeln will, der Honig in meinem Frühstücksporridge fehlt oder Mama mir die falsche Kappe aufsetzt. Ständig muss ich mich über solche Dinge ärgern. Das ist ganz schön anstrengend.

Dabei könnte man ja meinen, dass ich derzeit wenig Grund zum Ärger habe. In den letzten heißen Wochen war ich nämlich auf Urlaub bei der Omi, bin dort von mehreren Erwachsenen liebevoll umhätschelt worden, war viel im Planschbecken unterwegs, habe mit meinem großen Cousin Verbrecherjagd gespielt und endlich in einem richtigen Feuerwehrauto gesessen. Das war schon toll. Und der nächste Urlaub steht auch schon bevor.

Bevor es aber zu Oma und Opa nach Vorarlberg geht, schaue ich wieder mal gerne im Kindergarten vorbei und mag es am liebsten, mich mit Mama und der Kleinen am Spielplatz oder zuhause durch den Nachmittag zu spielen. Da Papa am Wochenende ständig unterwegs sein möchte und einen Ausflug nach dem nächsten plant, tut es zwischendurch gut, einfach mal nix zu tun und mit meinen Stofftieren Krankenhaus zu spielen oder mit Lego das Omi-Haus nachzubauen. „Die Zeit der Rollenspiele ist gekommen“, jammert Mama, obwohl sie das an sich gerne macht. Nur ist sie meist zu müde dafür und starrt spätestens ab 17.00 Uhr gedankenverloren „ins Narrenkasterl“. Schade. Also kleine Schwester: Mach mir bitte die Freude und hör auf damit, Mama in der Nacht immer aufzuwecken, damit ich wieder ordentlich mit ihr spielen kann. Aber flott!

 

Wochenbett – 8 Tipps für eine (halbwegs) entspannte Zeit nach der Geburt

Wochenbett – 8 Tipps für eine (halbwegs) entspannte Zeit nach der Geburt

Das Wochenbett. Ob das jetzt nur die ersten 10 Tage oder die ersten 8 Wochen nach der Geburt sind. Es ist jedenfalls die Zeit nach der Geburt, in der das Baby bei Euch zuhause einzieht und der Alltag kopfsteht. Die Zeit, in der bei den meisten Mamas noch immer Hormonchaos herrscht und die Papas vor diesen oder anderen Herausforderungen stehen. Eine Zeit, in der die Familie zusammenwächst und das große Glück des Neuankömmlings gebührend gefeiert werden soll.

So groß die Glücksgefühle rund um das Wunder „Baby“ auch seien mögen (und auch sind). Die erste Zeit mit Baby ist stressig und manchmal gar nicht so rosig, wie man/frau sich das vielleicht vorstellt.

Bei mir waren die 8 Wochen nach der Geburt diesmal (wie auch bereits beim ersten Baby) eine anstrengende Zeit. Anstrengend deshalb, weil ich die Kleine ständig herumgetragen habe – sobald ich sie hingelegt habe, hat sie gebrüllt – und die Große keinesfalls vernachlässigen wollte. Weil das nicht so richtig gelang und das Herumtragen auf Dauer ziemlich mühsam ist, war ich die letzten Wochen also immer wieder ziemlich genervt, weil es mit dem Mama-Sein nicht so klappte, wie ich mir das vorstellte, nämlich: Eine entspannte, gut gelaunte Mama zu sein, die beiden Kinder gerecht wird. Nachdem ich mir das eingestand, dass das eben nicht geht, klappt´s plötzlich (meistens)… mit der Entspanntheit.

Also: Entspannt Euch, Mamas, und hört Euch meine persönlichen 8 Tipps fürs Wochenbett an:

  1. Nehmt Euch nicht zu viel vor. Das Baby kennenlernen und „herzeigen“, den Alltag neu strukturieren, die eigene Gefühlsachterbahn wieder auf die Reihe bekommen…: All das ist in den ersten Wochen eigentlich genug „Action“. Diverse Ganztagsausflüge, intellektuelle Herausforderungen, gewagte Urlaubsreisen können warten.
  2. Schlaft, wann immer es möglich ist.
  3. Esst in Ruhe (sofern möglich) und esst das, worauf ihr Lust habt. Auf gesunde Ernährung könnt Ihr immer noch Wert legen.
  4. Plant eine tägliche Mama-Auszeit ein (zB. Duschen, Telefonieren, Lesen, Kaffeehausbesuch…).
  5. Geht an die frische Luft. Das hilft besonders bei Müdigkeit und schlechter Laune.
  6. Lasst das Baby ein bisschen jammern, denn: Man glaubt es kaum. Oft beruhigt sich ein Baby auch von selbst.
  7. Lasst den Haushalt links liegen. Wenn Euch das Chaos allzu sehr stört, bitte Tipp Nr. 5 berücksichtigen.
  8. Stresst Euch nicht mit irgendwelchem Rückbildungs-Tamtam. Dazu ist nach den 8 Wochen immer noch Zeit genug.

Und wie war das bei Euch? Könnt Ihr die Liste noch ergänzen?

Bewegungsförderung im Wohnzimmer

Bewegungsförderung im Wohnzimmer

Ich weiß ja nicht, wie das bei Euch so ist, aber: An den Tagen, an denen sich meine 2-jährige Große am Spielplatz austobt oder sich bei einer gemeinsamen Wanderung auspowert, fällt sie abends wie ein Stein ins Bett. Herrlich, vor allem, da das Zubettbringen in den letzten Wochen ohnehin ein bisschen mühsam geworden ist. Aber dazu ein anderes Mal.

Jedenfalls: Wenn es draußen regnet, ist es mit der Bewegung an der frischen Luft ein bisschen schwieriger, wobei auch so ein Regenspaziergang samt Pfützenspringen seinen Reiz hat. Aber darauf habe/hat ich/man eben nicht immer Lust. Aber auch bei der aktuellen Hitzewelle bleiben wir derzeit gerne drinnen, weil ich bzw. das Baby so gar keine „Sommer-Typen“ sind.

Also habe ich mir ein paar mehr oder weniger lustige „Spielchen“ fürs Wohnzimmer überlegt, bei denen die Große und ich ordentlich ins Schnaufen kommen. Und das sind sie, meine Favoriten, wenn sich die Große (+ die Mama) zwischen Lego und Malblock mal ordentlich bewegen soll/en:

  • Purzelbäume schlagen: Dazu braucht`s nur einen halbwegs weichen Teppich
  • Klettern: auf die Couch und wieder hinunter. Mehr Spaß macht das Ganze, wenn Mama mitmacht und das Tempo allmählich steigert… ganz schön anstrengend
  • Balancieren: auf einem Bein, die Stofftiere, ein Tuch, ein Buch auf dem Kopf… gar nicht so einfach
  • Gehen: vorwärts auf den Fersen und rückwärts durch die ganze Wohnung
  • Tanzen: Kinder-CD an und los geht´s: Ob tanzen, wie es Euch gefällt oder Bewegungslieder mit „Anleitung“. Kinder-CDs kommen bei uns gerade besser als meine persönliche Lieblingsmusik. Da wäre zB. die CD „Turnhits für Krabbelkids“ aus dem Hause Ökotopia, die u.a. mit einfachen Mitmachliedern aufwartet, wo ich nicht mehr viel denken muss und die Große begeistert dabei ist.

  • Tierbewegungen nachahmen: Hüpfen wie ein Frosch, Robben wie eine Robbe, Schlängeln wie eine Schlange, Trotten wie ein Bär, Stolzieren wie ein Flamingo… einfach an den letzten Zoobesuch denken
  • Rollen: Über den Teppich, übereinander, in ein Tuch einrollen…
  • Schütteln: Zuerst die einzelnen Körperteile – dann den ganzen Körper
  • Yoga: Viele Erwachsenen-Positionen machen schon die Kleinen mit – falls Ihr mit Yoga bisher noch nichts am Hut hattet: hier findet Ihr Inspirationen für (klein)kinderfreundliche Yoga-Positionen

Zur Verfügung gestellt vom Ökotopia Verlag

Habt Ihr noch weitere Ideen/Vorschläge?

Zeitvertreib: Sticker sortieren

Zeitvertreib: Sticker sortieren

Ich bemühe mich zwar wirklich, beiden Lieblingen gerecht zu werden, scheitere aber täglich an der Tatsache, dass das Baby nun einmal ein Baby ist. Ein Baby, das viel gestillt und getragen werden will und es „hasst“, auch nur für wenige Minuten abgelegt zu werden.

An sich kenne ich das ja von der Großen, die als Baby eigentlich genau dieselben Bedürfnisse hatte wie ihre kleine Schwester. Nur diesmal ist da eben auch die Große. Und weil ich während des Stillens gerne meine Ruhe habe, versuche ich für die Große ab und an eine spannende Aufgabe herzurichten, die sie dann ganz ohne meine Unterstützung für einige Minuten „fesseln“ soll.

Diesmal habe ich es mit einer „Pick-Übung“ versucht, die recht unaufwendig umzusetzen ist.

Zum sogenannten „Sticker sortieren“ brauchst Du:

  • Buntes Papier
  • Bunte runde kleine Sticker in den Farben des Papiers
  • Einen dicken zB. schwarzen Stift

Und so geht`s:

Das Kind soll die bunten Sticker auf das farblich passende Papier kleben.

Als nächsten Schritt kannst Du schwarze Linien oder Schlaufen auf das Papier zeichnen, auf die das Kind die Sticker kleben soll.

Und wozu das Ganze?

Um die Farben zu lernen – eh klar. Nebenbei schult das Ganze außerdem die Feinmotorik sowie die Augen-Hand-Koordination Eurer Kleinen.

Beschäftigungszeit (bei meiner Zweijährigen):

Nicht einmal 10 Minuten am Stück, von daher war das ein ziemlicher Einfahrer. Ich habe ja gehofft, dass sie anfängt, aus den Stickern bunte Muster zu kleben. Auf diese Idee ist sie aber leider nicht gekommen – da muss ich dann wohl ein wenig nachhelfen. Eine Tätigkeit, die selbst als einarmige Mama mit Baby auf der Schulter zu schaffen ist.

Tipp: Das bunte Papier einfach eine Zeitlang hängen lassen – ein paar Tage später waren die Sticker bei der Kleinen nämlich wieder interessant und sie war damit wiederum satte 5 Minuten ganz damit beschäftigt.