6 Wochen Schwestern-Sein

6 Wochen Schwestern-Sein

Ich sag`s Euch: Mein kleines Schwesterlein ist schon ordentlich verwöhnt. Ständig will sie getragen oder gestillt werden. Wenn sie müde ist, beim Tragen oder Stillen einschläft und dann in den Stubenwagen gelegt wird, wacht sie nach wenigen Minuten wieder auf. So richtig lange schläft sie meist nur auf Mama oder Papa oder in der Trage. Mühsam, v.a. weil ich an den Nachmittagen zuhause ja auch ein bisschen etwas von Mama haben möchte. Außerdem brauche ich Mamas Hilfe, jetzt, wo ich beschlossen habe, dem Windelpack Adieu zu sagen. Wenn die Kleine immer brüllt, wenn Mama sie hinlegt, vergeht mir aber bald die Lust aufs Klo. Dazu brauche ich schließlich ein bisschen Ruhe.

Wenn die Kleine aber schläft, stürzt sich Mama auf mich und belagert mich mit Vorschlägen, was wir jetzt nicht alles tun können: Malen, basteln, Tierpark bauen… Es muss halt immer schnell gehen, denn wenn die Kleine wieder wach wird, ist es mit unserer trauten Zweisamkeit vorbei. Mama wirkt dadurch ein wenig gestresst. Da nehme ich das Ganze viel gelassener und spiele halt alleine weiter. Solange mir Mama weiterhin Antworten auf meine vielen Fragen gibt und sich mit mir unterhält: kein Problem.

Mittlerweile bin ich nämlich keine kleine Plaudertasche mehr, sondern haben den ganzen Tag meinen Mund offen – meint Mama zumindest. Gut so, denke ich. So perfektioniere ich die Aussprache manch schwieriger Wörter und erweitere laufend meinen Wortschatz. Aber dazu brauche ich wiederum Mama, die mir neue Begriffe erklärt und mich ausbessert, wenn ich etwas ein bisschen anders als gewöhnlich sage. Dabei liebe ich es aktuell „Meine macht…“ von mir zu geben, womit ich eigentlich nichts anderes meine, als dass eben ich das ganz alleine mache. Mama schüttelt dabei nur mehr schmunzelnd den Kopf, wenn ich vom Lernturm aus „meine macht, meine macht…“ brülle, wenn es ans Obst oder Gemüse waschen geht.

Wir haben also viel Spaß zusammen: Das Baby, Mama und ich, am meistens allerdings, wenn wir unterwegs sind. In der Trage nämlich ist die Kleine still und glücklich – den Kinderwagen benutzen wir dagegen nur als Ablagefläche. Na, wenigstens erfüllt das Trittbrett einen Zweck. Wenn ich eine Pause brauche, stelle ich mich da schon gerne drauf.

Abends und am Wochenende haben wir mit Papa aber noch mehr Spaß. Denn seit die Kleine da ist, verbringt Papa wesentlich mehr Zeit mit mir und ist sogar beim Gute Nacht Lied-Singen viel besser drauf als Mama. Wenn er „Müsle gang ga schlofa… “ anstimmt, kann Mama einpacken mit ihrem langweiligen „Lalelu“. Also habe ich es aktuell viel lieber, von Papa ins Bett gebracht zu werden. Die Mama hat mit meiner Babyschwester aber ohnehin alle Hände voll zu tun.

Dabei ist sie jetzt schon 6 Wochen bei uns. Es wird allmählich Zeit, dass die Kleine lernt, anständig zu spielen, damit ihr auf der Babydecke liegend nicht gleich fad wird. Ich werde ihr das in den nächsten Wochen schon noch beibringen.

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Was ist anders… beim zweiten Baby

Was ist anders… beim zweiten Baby

Baby Nr. 2Ich habe es vermutet, dass beim zweiten Kind bzw. vorerst Baby so manches anders läuft. Ob das jetzt positiv oder negativ zu betrachten ist… In meinem Fall sind mir folgende Punkte eingefallen, die bereits jetzt – nach knapp 4 Wochen mit der Babyschwester – schon ganz anders ablaufen.

  • Statt mit App stille ich diesmal im Stehen, im Gehen, beim Frühstück… Die Kleine kriegt nämlich immer genau dann Hunger, wenn auch der Rest der Familie am Tisch sitzt.
  • Während ich bei der Großen den Schnuller unbedingt vermeiden wollte, habe ich nicht „Nein“ gesagt, als die Oma fragte, ob wir denn für die Kleine einen passenden Schnuller besitzen. Den haben wir natürlich. Überraschenderweise gefällt er dem Baby ab und zu recht gut und Papa und Omi haben auch damit eine Freude 😉
  • Ich brauche mehr Schokolade denn je…
  • Und koche mir fast regelmäßig eine warme Mahlzeit. Beim ersten Kind habe ich mich dagegen die erste Zeit hauptsächlich von Milchkugeln ernährt. Ob das daran liegt, dass ich jetzt eine große, (meist) leidenschaftliche Mitesserin habe?
  • Bei Baby Nr. 1 habe ich trotz anfänglicher Lernphasen (ich befand mich damals im Endspurt meines Studiums) eine relative Unternehmungslust gezeigt. Diesmal hält sich meine Motivation zu Ausflügen noch in Grenzen. Woran das liegt? Nun ja. Vormittags genieße ich die Ruhe und tanke Energie für den Nachmittag. Wenn die Große aus dem Kindergarten zurück ist, will sie die Mama nämlich ganz für sich und lässt mir dabei kaum eine Verschnaufpause. Von der Babyschwester ganz zu schweigen.
  • Die Kleine wickle ich gefühltermaßen stündlich. Ob ich das bei der Großen im Babyalter auch so gehandhabt habe?
  • Zum Thema „Schlaf“: Beim ersten Baby konnte ich mich tagsüber dann hinlegen, wenn das Baby schlief. Jetzt ist das nur mehr möglich, wenn das große Kind im Kindergarten ist. Mein Schlafbedürfnis stellt sich aber leider meist erst gegen 14-15 Uhr ein -> das war es dann also mit dem Tagschlaf.
  • Beim Nachtschlaf sieht es dagegen ein bisschen anders aus. Das Baby ist bis dato ziemlich nachtaktiv. Das war beim ersten Kind auch ein wenig anders -> Der Mama-Schlaf kommt also sowohl tagsüber als auch nachts eindeutig zu kurz.
  • Deshalb bin auch „intellektuell“ betrachtet auf einem grandiosen Tiefpunkt und bringe an schlechten Tagen keinen geraden Satz zusammen, aber ganz ehrlich: Noch stört es niemanden. Die Große schaut mich nur manchmal irritiert an, wenn ich mal wieder etwas Sinnloses vor mich hin stammle.
  • Mein „After-baby-body“ fühlt sich einerseits zwar fitter an als beim ersten Kind, sieht andererseits aber auch vor allem auf der Bauchseite wesentlich zerstörter aus. Aber: Diesmal sehe ich das etwas differenzierter bzw. mit einer gewissen Gleichgültigkeit. Ich bin ja gespannt, ob das so bleibt.
  • Denn: Die Tatsache, dass ich zwei gesunde Kinder mein eigen nennen darf, ist schon eine große Sache. Dafür nehme ich gerne die schlaflosen Nächte, anstrengende Nachmittage, ein Hirn wie ein Nudelsieb und einen schlaffen Mama-Körper in Kauf. Zumindest meistens 😉
Lass es Dir gut gehen

Lass es Dir gut gehen

Mirtutsgut

Ein Satz, den sich Mamas (meiner Meinung nach) echt mal zu Herzen nehmen sollten. Denn gerade in den ersten Jahren als Mama dreht sich zuerst einmal alles um das Baby. Es will gefüttert, gewickelt, getragen, in den Schlaf gewiegt, herumkutschiert und bespaßt werden – und das meist 10-12h täglich. Mamas Bedürfnisse kommen da oft zu kurz. Dabei sind es oft ganze simple Dinge wie eine warme Mahlzeit am Tag, ein entspannter Besuch der Toilette oder ein kurzer Mittagsschlaf, womit man einer Mama schon mal eine irrsinnige Freude machen könnte.

Mama-Sein ist aber leider kein Wunschkonzert. Also muss sich Mama wieder mal selbst drum kümmern, dass es ihr gut geht. Dazu muss sie sich Zeit nehmen und Prioritäten setzen. Zunächst einmal sollte eine Mama aber herausfinden, was ihr persönlich gut tut und wo sie sich Kraft und Energie holen kann.

In meinem Fall ist es zB. so, dass ich sehr oft zu bequem bin, für mich selbst zu kochen und dann ein Butterbrot nach dem anderen verdrücke. Dabei täte mir eine ordentliche Portion Pasta mit fetter Soße schon richtig gut. Ich spaziere auch nicht unbedingt gerne ziellos in der Gegend rum, fühle mich jedoch nach jeder Bewegung an der frischen Luft gleich viel frischer. Also raus mit mir!

Neben dem Mama-Sein und dem vielen Spielen, Blödeln und Kindisch-Sein brauche ich als Mama auch den regelmäßigen Kontakt zu Erwachsenen – das müssen dann nicht unbedingt mal Mamas sein. Ich brauche seltsamerweise auch ab und zu Zeit für mich, um in Ruhe einen Blogbeitrag zu schreiben oder ein gutes Buch zu lesen. Ich brauche es, mich im Job mit anderen Themen nebst dem Mama-Sein zu beschäftigen und gleichzeitig brauche ich gaaanz viel Zeit mit dem Baby, um mich auf das Mama-Sein so richtig einlassen zu können. Ganz schön viel eigentlich, was ich brauche, damit es mir gut geht 😉

Tipp: Auf Mir tut`s gut findest Du weitere Inspirationen und Tipps, wie Du es Dir gut gehen lassen kannst + hast die Möglichkeit, Deine persönliche Geschichte zu Deinem Lifestyle samt Tipps zu mehr Wohlbefinden zu hinterlassen. Schau doch mal vorbei!

Welche Tipps haben denn andere Mamas, um es sich so richtig gut gehen zu lassen?

Checklist Februar

Checklist Februar

Februar

Herrje, ich kann doch tatsächlich den Frühling riechen und gerate dabei in Hochstimmung. Den Winter und das Schmuddelwetter habe ich nämlich allmählich satt. Jetzt noch schwupps den Februar herumbiegen…

  • mit mehr oder weniger langen Spaziergängen durch die Stadt. Zielloses Herumflanieren ist zwar nicht ganz nach meiner Manier, tun aber Körper und Seele gut
  • mit Basteleien für das Baby: Ich entdecke gerade meine kreative Ader neu und bin via Pinterest auf so manche Inspiration gestoßen
  • mit viel Spontanität und Entdeckungsreisen: Ich habe nämlich wieder keinen passenden Babykurs (Pikler) gefunden und begnüge mich, mit dem Baby Ausflüge in alle Richtungen zu unternehmen und zu beobachten, was sich in der Stadt so tut. Dem Baby taugt´s – und ich lerne so manch neue Ecke kennen
  • mit dem Planen der gemeinsamen Zeit ab Babys erstem Geburtstag: der Mann kehrt dann dem Berufsleben erst mal für 2 Monate den Rücken und hat viel vor mit der Kleinen – ich jobbe zwar geringfügig weiter, werde mir aber auch eine längere Auszeit gönnen.
  • mit dem Planen meiner beruflichen Weiterbildung – in Wien wird das während der Karenz nämlich ganz schön gefördert; Blöd, wenn ich da das eine oder andere Seminar nicht buchen würde
  • mit den ersten Überlegungen, was 2016 in unser Gartenbeet soll: Brokkoli, Kürbis und Rosenkohl sind sicher wieder mit von der Partie…
  • mit dem Vorsatz, jetzt aber wirklich wieder mehr und gesünder zu kochen – in den letzten Tagen habe ich mich v.a. von Butterbrot ernährt
  • mit der Absicht, jetzt aber wirklich mal die Oma zum abendlichen Babysitten ins Haus zu holen. Nach mehr als 9 Monaten haben sich der Mann und ich ein ungestörtes Abendessen außer Haus mal wieder verdient.

Bildrechte: lizziem-lizziem-lizziem.blogspot.co.uk via Pinterest