Achtsam mit Kindern durch den Herbst #1


Bevor ich mit meinen Tipps & selbst erprobten Experimenten raus rücke, hier eine allererste Definition, was ich unter „Achtsamkeit“ oder auch „mindfulness“ verstehe, nämlich: „the practice of being aware of your body, mind, and feelings in the present moment, thought to create a feeling of calm“*

Das Gute an dem achtsamen Umgang mit Körper, Geist und Gefühlen ist, dass man nichts dafür braucht und im Prinzip immer und überall Achtsamkeit praktizieren kann. Im Alltag fehlt leider oft nur die Zeit bzw. die Bewusstheit dafür, aber auch bei alltäglichen Tätigkeiten und sich wiederholenden Abläufen lassen sich Aspekte der Achtsamkeit beachten.

Hier meine aktuellen Tipps dazu:

  • Hausarbeit gesungen:

Ich habe die amüsante Angewohnheit angenommen zu singen, wenn ich mehrmals wöchentlich die Wäsche aufhänge und zusammenlege, und lasse mich dabei auch ungern stören. Die Kinder raunzen zwar und fordern, aber manchmal singen und helfen sie auch mit.

  • Spielen, ohne Ablenkung:

Ganz im Moment, ganz bei den Duplo-Figuren, ganz bei der Story, zu der Dich Dein Kind einlädt. Wenn da nur nicht das Geschwisterkind wäre, das viel lieber malen würde. Aber: Nimm es mit, binde es ihn das Spiel ein und genieße den Flow.

  • Natur, fernab von Spielplätzen

Ich halte es auf Spielplätzen mittlerweile gut aus und erfreue mich daran, mit welcher Freude meine Kleinen die Rutsche hinuntersausen oder waghalsig unberechenbar scheinende Klettergerüste erklimmen. Jedoch: Im Wald, auf der Wiese, in Ruhe, ohne Kinderlärm (von anderen Kindern) schwappt die Konzentration schnell auf das, was da ist: ein Baum, ein Laut, eine Wurzel. Diese Reduktion schafft Aufmerksamkeit aufs Detail und selbst reizüberflutete Stadtkinder finden an so manchem Käfer, Blatt oder Stein Interesse.

  • Riechen, was die Nase hält

Ob Herbstlaub oder Hundekacke. So grausig das auch klingen mag: Frage Deine Kinder öfter mal, was sie gerade riechen. Zuhause lässt sich dann mit Aromaölen, frischen Früchten und selbst gebackenen Kuchen weiter experimentieren. 

  • Schmecken, und benennen

Um das Fest für die Sinne so richtig steigen zu lassen, widme Dich als Nächstes dem Schmecken. Süß, sauer, salzig, bitter oder bäh? Auf diese Art macht Essen noch viel mehr Spaß und lässt uns ganz im Moment sein. Und an manch trüben Novembernachmittagen sorgt eine Blindverkostung diverser Lebensmittel neben Gaumenfreude auch für ein „mindfulness experience“ für die ganze Familie.

*https://dictionary.cambridge.org/dictionary/english/mindfulness

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