10,5 Monate Schwestern-Sein

Da sind wir wieder. 

Mama hat gerade zwar eine schreibfaule Phase und ich habe wegen unseres Osterurlaubs leider auch auf Euch vergessen, aber die Kleine: Die hat an Euch gedacht und mir den Laptop aufgedreht. Ihr neuestes Lieblingsspielzeug übrigens.

Gestern saß sie neben mir und hat darauf bestanden, unser mittlerweile 10,5 monatiges Schwestern-Sein ordentlich zu feiern und aus gegebenem Anlass die restlichen Schoko-Osterhasen aufzufuttern. Habe ich ihr natürlich nicht erlaubt, denn die bekommt sie erst zu ihrem 1. Geburtstag. 

In der Zwischenzeit soll sie sich bitteschön an Mamas viel zu gesunden Gerichten satt essen. Der Kleinen schmecken die immerhin so sehr, dass Mama kaum mehr am Stillen ist und das Babylein nur mehr nachts zu ihrer Muttermilch kommt. Und das auch nur, damit Mama (und ich) in Ruhe weiterschlafen können. Seit einigen Tage schläft die Kleine zwar in meinem Zimmer, wandert aber gegen Mitternacht ins Elternbett, damit ich morgens in Ruhe ausschlafen kann. Das brauche ich.

Da ich die Größere bin, darf ich abends nämlich länger wach bleiben, fern schauen und mit Mama und Papa eine extra Kuscheleinheit einlegen. Das dauert. Außerdem darf ich entscheiden, was gespielt wird und was gelesen wird. Während ich mich also immer mehr zu einer ausgezeichneten Bestimmerin entwickle, mausert sich meine kleine Schwester zur begnadeten Ausräumerin. Mama versucht zwar geduldigst, der Kleinen den Unterschied zwischen Aus- und Aufräumen zu erklären, aber leider ohne jeglichen Erfolg. Deshalb sieht es bei uns oft aus wie im Saustall – sagt zumindest Mama.

Und weil Mama nicht so gerne aufräumt, begeben wir uns öfter auf Spielplätze und verbringen ganze Nachmittage im Freien. Ich bin da ja flexibel und starte meine Urlaubsreisen und Krankentransporte von jeder Lokalität aus – bei dieser Art der Rollenspiele bin ich mittlerweile Meisterin. Die Kleine macht mehr oder weniger begeistert mit und erfreut sich an Ausflügen ans Meer (Sandkiste), in die Berge (unsere Hausberge) oder in den Dschungel (Wald). Ach herrje, ich sag`s Euch – ich liebe den Frühling.

Mama meint an solchen Tagen zwar, sie komme zu gar nix und schon gar nicht zur Hausarbeit, aber: Dann soll sie das eben an den Vormittagen erledigen und sich weniger in Babytreffs amüsieren oder sich zu Frühstücksdates verabreden. Oder: Wenn Papa in wenigen Wochen auch zuhause ist, soll er das übernehmen. Und wenn Mama wieder arbeitet, soll das eine Putzfrau machen, denn: So sehr ich als Baby und kleines Kleinkind bei dem ganzen Tamtam mitgeholfen habe: Derzeit spiele ich viel viel lieber andere Sachen und verstehe nicht, wie Kochen, Putzen, Wäsche aufhängen und Staubsaugen Spaß machen soll. Vielleicht kommt aber das Babylein bald auf den Geschmack…

Jedenfalls: Wenn ich in wenigen Tagen meinen 3. Geburtstag feiere, soll es bei uns zuhause dennoch sauber und aufgeräumt sein. Es soll eine süße Torte geben und ich möchte den ganzen Tag spielen dürfen, was ich möchte. Mit Mama und Papa, der Kleinen und meinen Freundinnen. Dann bin ich der Star, um den sich alles dreht. Die große Schwester, die Mamas allergrößter Liebling ist und die alles immer besser wissen wird als die Kleine. Das ist eh klar, oder?

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