9 Monate Schwestern-Sein

Ich sag`s Euch: Jetzt ist sie kein harmloses Babylein mehr, meine Schwester. Ständig ist an meine Spielsachen und Stofftieren und lässt die Wanne mit ihrem Babyspielzeug links liegen. Sie hängt an meiner Kinderküche und ich hänge an ihr – im wahrsten Sinne des Wortes.
Auch wenn sie manchmal nervt und nicht mehr das tut, was ich von mir möchte. Sie bleibt zB. nie liegen, wenn ich sie „operieren“ möchte und ist nur selten begeistert, wenn ich sie im Wäschekorb nach Mallorca fliege. Und dennoch: Das Spielen mit ihr macht allmählich richtig Spaß, und zwar uns beiden.
Die Kleine hat so eine Freude mit mir, dass sie an manchen Tagen ganz auf ihre Schläfchen vergisst und sich abends vollkommen übermüdet in den Schlaf brüllt. Mama macht das wahnsinnig und richtig besorgt, aber ganz ehrlich: Ich bin es nicht, der die Kleine vom Schlafen abhält. Ich verstehe auch nicht, warum sie nicht einfach schläft, wenn sie müde ist – und nicht nur, wenn wir mit ihr im Kinderwagen ausfahren.
Auch beim Essen ist das kleine Mäderl anspruchsvoll geworden und will täglich bekocht werden seit sie von Mamas verschiedenen Breizubereitungen die Nase voll hat. Also ist Mama fast ständig in der Küche und hat viel zu wenig Zeit für mich. Und nur deswegen, damit die Kleine diese faden, salzlosen Gerichte vorgesetzt bekommt. Dafür habe ich überhaupt kein Verständnis, vor allem nicht, weil ich dieses Zeug dann auch essen soll.
Deshalb kann ich es kaum erwarten, dass die Kleine so groß ist, dass sie mit uns „normales“ Essen mitessen kann. Noch viel mehr freue ich mich aber darauf, wenn es draußen wärmer wird und wir zwei in unseren Matschhosen um die Wette krabbeln und die Sandkisten unsicher machen werden. Während derzeit nämlich die Kleine eine Stubenhockerin ist, bin ich eine leidenschaftliche Wald-Kletterin geworden. Am liebsten balanciere ich auf Baumstämmen, hüpfe in Matschpfützen à la Peppa Pig und habe eine Vorliebe für den Wintersport entdeckt. Auch wenn ich mir nach einem rasanten Rodel-Wochenende wieder eine saftige Erkältung eingefangen habe: Ich mag den Winter.
Die Kleine aber mag den Winter nur schlafend im Kinderwagen, verständlicherweise. Immerhin darf sie beim Rodeln mit Mama immer nur gaaanz langsam den Hügel hinunterkrebsen während ich mit Papa volle Karacho an ihr vorbeisause. Sie will krabbeln, sie will stehen, sie will klettern, sie will alles, was ich auch mache. Dabei ist sie erst 9 Monate alt. Aber keine Sorge, kleine Schwester: Ich bringe Dir all die tollen Sachen schon noch bei, versprochen.

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