8 Monate Schwestern-Sein


Sodala. Jetzt ist es aber an der Zeit wieder etwas von mir hören zu lassen. Das letzte Monats-Update ist aufgrund unseres ausgiebigen Weihnachtsurlaubs ja leider ausgefallen. Dabei ist hat sich so viel getan in den letzten Wochen.
Aus meiner ehemaligen Eifersucht ist eine ganz große Verliebtheit in mein kleines Schwesterlein geworden. Ich könnte sie ständig abschmusen oder kuscheln. Wenn sie das nur auch so toll fände! Leider hat sich das gemütliche Babylein aber zu einer kleinen Zappelmaus entwickelt, die draufgängerisch über mein gesamtes Spielzeug kraxelt. Eine besondere Vorliebe hat sie für mein Töpfchen, weshalb sie da auch ständig drauf sitzen möchte. Fängt also jetzt schon an, dass sie mir alles nachmachen will. Ob mich das einmal nerven wird?
Mit Mama schmust die Kleine aber immer noch gerne und meiner Meinung nach viel zu viel. Wenigstens hat sie aber seit Neuestem auch Freude am Kinderwagen und schläft darin in Frieden vor sich hin während ich mit Mama die Spielplätze unsicher mache, im Wald über Baumstämme klettere oder endlich mal wieder in Ruhe mit Mama plaudern kann. Meine Wissbegierde ist nach wie vor am Zerbersten und wenn Mama mir auf meine Fragen keine vernünftigen Antworten gibt, wenn sie eine Sprechpause benötigt, kann ich richtig grantig werden. Überhaupt Sprechpause – wer braucht denn so etwas?
Mama meint, sie bekäme Halsweh, wenn sie ununterbrochen mit mir spricht. Deshalb sind wir nachmittags wieder viel draußen. Beim Schaukeln, Beobachten oder Spazieren ist meine Redelust nämlich ein wenig gebremst. Nur wehe, wenn wir uns einer Baustelle nähern. Dann will ich es wieder genau wissen. Warum macht der Bagger da ein Loch? Was ist das für ein Ding, diese Rüttelplatte? Warum stehen da ein gelber Baucontainer und noch einer aus Glas? …
Ich mag es ja, so viel Zeit mit Mama und meiner kleinen Schwester zu verbringen, kann es aber dennoch kaum erwarten, dass auch Papa wieder ganz viel Zeit für mich hat. U.a. deshalb, weil er sich mit Baustellen viel besser auskennt als Mama. Wenn Papa ab Juni für 2 Monate in Karenz geht, hat er auch tatsächlich wieder gaaanz viel Zeit. Bis dahin sollte aber mein kleines Schwesterchen weniger Mamamilch trinken und überhaupt ein bisschen mehr Spaß mit dem Papa haben und weniger an der Mama hängen. Ich zeige ihr dann schon, wie man sich anstellen muss, damit uns Papa alle Wünsche erfüllt. Das wird ein Spaß.
Ob ich dann noch in den Kindergarten gehen möchte? Derzeit gefällt es mir zwar sehr gut dort, weil ich ein wenig Pause von meinem kleinen Schwesterchen habe, denn so lieb ich ist: Sie ist halt noch ein Baby und kann bei den Spielen für Große nicht so richtig mitmachen. Da sind mir meine Kindergarten-Freundinnen manchmal schon lieber. Das dürft ihr der Kleinen aber nicht weiter sagen, ok?
Ich glaube aber, dass es für sie auch passt, wenn ich mit anderen Kindern spiele und sie an den Vormittagen ihre Babyfreunde treffen kann. Mama erzählt mir beim Abholen oft ganz aufgeregt davon, dass die Kleine einem anderen Baby ein Bussi gegeben hat oder beim Spielen ausgerutscht und auf ihr Köpfchen geplumpst ist. Ganz ehrlich Mama: Da ist es bei mir im Kindergarten um einiges aufregender und lustiger, aber davon erzähle ich Euch ein anderes Mal.

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