7,5 Monate Zweifach-Mama-Sein

Es ist ein wenig ruhiger geworden auf dem Blog.

Das liegt vor allem daran, dass ich in der wenigen Freizeit gerade mehr Lust auf Dinge habe, die nichts mit Mama-Themen zu tun habe. Endlich wieder Zeitung lesen, ein gutes Buch, eine gemütliche Serie, eine ausgiebige Yoga-Einheit, ein Abend außer Haus…

Das liegt aber auch daran, dass es derzeit „läuft“. Es läuft, das Zweifach-Mama-Sein. Auch wenn die Augenringe nicht weniger werden, die Nächte nach wie vor sehr durchwachsen sind und eines der Mädels immer spätestens um 6 Uhr zur Tagwache ruft.

Das Leben zu 4 hat sich außerdem so weit eingespielt, dass mir gerade die brisanten Themen fehlen, über die es zu berichten gäbe. Die Kleine isst und trinkt „brav“ und wächst und gedeiht. Jedoch ist sie weit davon entfernt, bald abgestillt zu werden. Sie krabbelt und sitzt und mausert sich immer mehr zu einem lautstarken, hibbeligen Power-Mädchen mit einem ausgeprägten Schmuse- und eben auch Stillbedürfnis. Die Große hat sich in ihrer Rolle als große Schwester bestens eingelebt, bastelt und kocht für die Kleine, beschäftigt sich aber mittlerweile auch immer öfters alleine und verlangt nicht mehr nach permanenter Aufmerksamkeit. Der letzte Wutanfall ist Wochen her und abgesehen von den täglichen -zig „Warum“-Fragen, die mir nach wie vor sehr viel intellektuelle Leistung abverlangen, ist sie gerade sehr anschmiegsam und „kooperativ“, meine Große.

Die Kleine hat nun endlich den Kinderwagen für sich entdeckt und hält auch längere Autofahrten wacker durch. Sie kuschelt am liebsten mit mir und der großen Schwester, lässt aber auch den Papa oder die Oma an sich ran und ist in ausgeschlafenem Zustand ein extrovertierter Sonnenschein. Nur wehe, wenn die Müdigkeit kommt. Dann darf sie niemand schief ansehen – sonst wird gebrüllt. Die Große dagegen brüllt, wenn sich die Kleine ihren liebevollst gestalteten Lego-Landschaften oder den auf Tüchern drapierten Stofftieren nähert. Da darf ich sie dann schnappen, das Schwesterlein, und zu einer Wickelsession entführen.

Und ich? Bei mir kehrt nun immer mehr der Wunsch zurück, auch mal wieder etwas ohne die Kinder zu unternehmen und an meinen beruflichen Wiedereinstieg zu denken. Die ersten Abende habe ich bereits außer Haus verbracht und während Papas Karenz im Sommer werde ich auch wieder ein wenig Büroluft schnuppern. Inzwischen aber tingele ich mit der Kleinen zwischen Babytreff, Frühstücksplausch und Pikler-Gruppe hin und her und entspanne mich bei gemütlichen Spieleinheiten mit der Großen. Ich jammere über meinen kaputten Rücken und die lästige Hausarbeit, erfreue mich an den herzzerreißenden Momenten, wenn die beiden Mädels aneinander gekuschelt im Gitterbett liegen, und drehe ein Video nach dem anderen, damit ich diese Zeit „für ewig“ festhalten kann. Hach…

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