6 Monate Schwestern-Sein

Uiuiuiuiuiui…. ich liebe die Adventszeit: Da tut sich `was:

Weil in den nächsten Tagen der Nikolaus kommt, wir zuhause fast ununterbrochen Kekse backen und Mama sich endlich zu ein paar weihnachtlichen Basteleien durchgerungen hat, hätten wir ihn fast vergessen: den 6 Monate-Geburtstag meines kleinen Schwesterleins.

Ich konnte Mama aber in letzter Minute daran erinnern, sodass wir ihn heute ein bisschen feiern, diesen Tag. Es gibt sogar Geschenke für die Kleine: Sie bekommt den Sportsitz für den Kinderwagen und zum ersten Mal den Milch-Getreide-Brei. Den Mittagsbrei aus Fleisch und Gemüse mag sie zwar noch nicht besonders, aber vielleicht taugt der süße Milchgatsch ja ein bisschen mehr. Und wenn sie den kuscheligen Sportsitz im Kinderwagen nicht gut findet, dann setze ich mich halt hinein. Die Kleine kann eh noch nicht richtig sitzen. Also wozu soll sie eigentlich den Sportsitz bekommen? Mama hat da manchmal seltsame Ideen.

Manchmal aber hat sie auch ganz gute Einfälle. Sie hat mir zB. wieder das Pikler-Dreieck samt Rutschkeil ausgeborgt, mit dem ich eine ganz große Freude habe, vor allem jetzt, wo es auf den Spielplätzen immer ungemütlicher wird. Da bin ich gerne zuhause und stimme mich schön langsam aufs Christkind ein. Überhaupt war ich in den letzten Wochen sehr viel zuhause, weil ich sehr oft krank war. Halb so wild aber, denn mit reichlich Kuchen und Peppa Pig und Feuerwehr Sam im Fernsehen ist Kranksein sogar ziemlich gemütlich. Und von Mama werde ich dann auch rund um die Uhr betreut und verwöhnt. Kennt ihr das?

Nun ja. Jetzt bin ich aber wieder pumperlgsund und habe neben dem Backen und dem Basteln auch wieder Zeit für meine kleine Schwester. Aktuell spiele ich sehr oft ihre Tagesmutter, die auf sie aufpasst, während Mama in der Küche am Arbeiten ist. Oder ich ziehe sie an ihren kurzen Ärmchen quer durchs Wohnzimmer, damit sie nicht frustriert sein muss, weil sie nicht vorankommt. Die Kleine streckt zwar recht motiviert ihren Popo in die Höh´ und begibt sich in Startposition fürs Krabbeln, aber so richtig hinhauen tut das noch nicht. Mama steckt die jammernde Kleine dann gerne in die Trage, damit sie sich von ihren Turneinheiten ein wenig erholen kann. Aber auch der Papa trägt die Kleine nun immer öfter rum und macht am Wochenende ausgiebige Spaziergänge mit ihr. Das finde ich nicht so toll, denn eigentlich bin ja ich Papas Liebling. Dafür ist auch er mein Held und die neue Nr. 1, knapp vor Mama. Zumindest wenn er zuhause ist. Mama guckt dann manchmal ein bisschen neidisch, wenn sie uns beiden beim Raufen und Kuschen zusieht. Tja, Mami, jetzt weißt Du auch, wie sich das anfühlt: die Eifersucht.

Da Papa aber während der Woche nicht so oft zuhause ist, muss ich mich auch mit Mama arrangieren. Und das klappt mittlerweile wieder besser. Vor einigen Wochen hatten wir jedoch einige Reibereien und Meinungsverschiedenheiten. Dabei ging es eigentlich immer um Kleinigkeiten. Seit Mama sich aber sehr um mich bemüht, endlich wieder geduldiger ist mit mir, in der Nacht mehr schläft und auch die Kleine ein bisschen raunzen lässt, wenn ich zB. dringend Buch anschauen möchte, ist sie wieder da: die Harmonie.

Wenn meine kleine Schwester jetzt auch schon selber essen, aufs Klo gehen, mit mir im Zimmer schlafen und mit mir in den Kindergarten gehen könnte: dann wäre es perfekt, mein Schwestern-Glück. Bis es so weit ist, muss ich allerdings noch ein wenig Geduld aufbringen. Und das ist nicht meine Stärke. Von wem ich das wohl habe?

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