Was Du in der Karenz bzw. Elternzeit unbedingt machen solltest

Was Du in der Karenz bzw. Elternzeit unbedingt machen solltest

„Das ist die schönste Zeit…“

Wenn ich mit meinen beiden Mädels durch die Gegend kurve, werde ich öfter mal angesprochen, nach dem Alter der Kleinen befragt und „beneidet“, denn: Angeblich ist es gerade die schönste Zeit, die ich mit den Kleinen erlebe.

Im Alltag ist mir das oft nicht bewusst. Mit Baby und mal mehr oder weniger trotzigem Kleinkind neige ich zu Müdigkeit, endenwollender Geduld und wenig Muße, im Augenblick zu leben. Gerade bei meinen Spaziergängen mit schlafendem Baby denke ich viel darüber nach, wie das wohl werden wird, wenn das Baby nächstes Jahr in die Krippe kommt und ich wieder arbeiten werde. Werden wir das alles hinbekommen mit zwei Zwutschgis? Werden sie sich gegenseitig die Haare ausreißen oder werden sie einander anhimmeln? Wie wird das alles, wenn die Große in die Schule kommt und dann zuerst die Große, dann die Kleine in die Pubertät…?

All das sind Dinge, die in nächsten Jahren auf uns zukommen. All das werden wir irgendwie schon meistern, aber doch zerbreche ich mir jetzt schon den Kopf darüber und vergesse dabei oft, den Moment zu leben und den Augenblick zu genießen, in dem mich das Babylein verliebt anschaut und die Große munter vor sich her plappert. Deshalb lautet mein erster „Ratschlag“ für eine erfüllte Karenz bzw. Elternzeit:

  • Sei Dir bewusst, dass Du nie wieder so viel Zeit mit Deinem Kind verbringen wirst wie jetzt (sofern Du planst, dem Arbeitsleben nicht für Ewig Adieu zu sagen)

Abgesehen davon habe ich noch folgende Ideen für die intensive Zeit zuhause mit dem Baby:

  • Lerne andere Mamas kennen: Ob am Spielplatz oder in diversen Babykursen oder -treffs. Der Austausch mit Gleichgesinnten tut einfach gut.
  • Gehe spazieren: Ist das Baby bzw. später Kleinkind erst einmal dem Mittagsschlaf entwachsen, wirst Du so schnell nicht wieder die Möglichkeit haben, lange/entspannende Spaziergänge zu unternehmen.
  • Starte ein „Projekt“, das nicht (direkt) mit dem Baby zu tun hat: Bei mir ist das der Mamablog, der mir das Gefühl gibt, einen Freiraum abseits des Babyalltags zu haben. Wie wäre es zB. mit einem selbst gestrickten Schal, einer Weiterbildung, einem Hobby, das bis dato immer brach lag? Klar, es bleibt nicht viel Zeit neben dem Baby, aber ein paar Minuten „Auszeit“ sollten drin sein und tun der sich selbst aufopfernden Mama-Seele gut.
  • Mache es Dir zuhause gemütlich, denn: Mit Baby wirst Du so viel Zeit in den eigenen vier Wänden verbringen wie noch nie.
  • Achte darauf, dennoch nicht zum Stubenhocker zu mutieren. Gerade mit einem Baby, das nur eingeschränkt kommuniziert, fällt einem leicht die Decke auf den Kopf. Mein 2-Jährige hat zwar ununterbrochen den Mund offen, aber auch ich brauche mindestens jeden 2. Tag die Unterhaltung mit einem Erwachsenen.
  • Lass Dir Zeit: Stress – wozu? Vermeide es, bei Terminen immer pünktlich sein zu wollen und überhaupt zu viele Termine zu vereinbaren. Komm runter, entspann Dich und enjoy your day – das Baby wird`s Dir danken, denn: Entspannte Mama – entspanntes Baby. So geht das.
  • Lass es Dir gut gehen: Backe Dir einen Kuchen, wenn es regnet. Schlafe, wenn das Baby schläft. Genieße die Freiheit, dich vormittags ins Kaffeehaus zu setzen und dabei immer in süßer Begleitung zu sein… diese Zeit kommt nie wieder.

Und welche „Pläne“ habt ihr für die Karenz bzw. Elternzeit?

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6 Gedanken zu “Was Du in der Karenz bzw. Elternzeit unbedingt machen solltest

  1. Hm…ich sitze hier mit meinem high need baby im tragetuch…am peziball…nach 1 h brülln…null schlaf letzter nacht und bin einfach nur erschöpft. An hobby nicht zu denkn, kaffeehaus??? …jeder spaziergang ein Spießrutenlauf weil jeder meint was zum schreienden kind sagen zu müssen. Entspannte Mutter entspanntes Kind? Hm…stimmt so auch nicht immer. Zumindest wenn das kind etwas anspruchsvoller ist kann man mit dieser Binsenweisheit ganz schön baden gehn. Schön wenn man die babyzeit genießen kann. Ich für meinen Teil kann es kaum erwartn bis babymaus größer ist und nicht mehr exzessiv schreit und sich von NICHTS beruhigen lässt… Vor meinem Mäuschen hätt ich das mit den Tips so unterschrieben. Nun…naja ..kommt halt auch aufs Kind an ob man das so machn kann…

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    1. Liebe Ella,
      klar, das klingt nicht nach Entspannung. Mein erstes Kind war in den ersten 3 Monaten auch recht anspruchsvoll… da kann ich total verstehen, wenn Du froh bist, wenn Deine Kleine größer ist. Wie alt ist sie denn jetzt?
      Übrigens: Ich bin aktuell auch alles andere als entspannt, weil mich meine 2,5 Jährige mit ihrem Dickkopf regelmäßig auf die Palme bringt – meine Tipps dienen nur der Inspiration, an der Umsetzung hapert`s auch bei mir… lg

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  2. …na da bin ich grad sehr erleichtert 😉 … ich würde gern mal wieder Yoga machn… 9 Monate alt…und noch immer so ein kleiner Schreihals und 24 h am Tag auf Mama…

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  3. Vier Jahre Elternzeit mit meinen zwei Jungs liegen gerade hinter mir und ich arbeite seit einem Monat wieder. Ich unterschreibe all diese Punkte. Es ist nicht einfach an sich zu denken. Aber es ist so wichtig!!!

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