3 Monate Schwestern-Sein

3 Monate Schwestern-Sein

Da bin ich wieder. Nach einem (meist) genialen Sommer mit viel Abwechslung bin ich wieder gut in meinem Kindergarten-Alltag angekommen und genieße es, dass es draußen immer noch so schön ist. Seit dem Urlaub in Vorarlberg bin ich nämlich am liebsten an der frischen Luft, ob am Spielplatz, im Wald oder einfach nur so am Spazieren. Dabei lerne ich nämlich gerade alle Automarken auswendig und versuche mir, die vielen verschiedenen Pflanzen zu merken, die entlang meiner Spazierwege wachsen. Eine ganz schöne Herausforderung.

Wenn ich nicht unterwegs bin, male ich am liebsten Häuser oder baue Häuser aus Lego. Seit Neuestem spiele ich aber am liebsten mit meinen vielen neuen Freunden. Einer von ihnen ist Diego, der fast immer mit dabei ist und in unserer Wohnung sogar ein eigenes Haus bekommen hat. Mama ist zwar nicht begeistert davon, dass er damit das ganze Gästezimmer besetzt und darin mein gesamtes Spielzeug bunkert, aber sonst findet sie Diego – glaube ich – ganz in Ordnung. Immerhin lasse ich mir wieder gerne die Zähne putzen, wenn Diegos Zähne auch geputzt werden, und lasse meine Babyschwester in Ruhe trinken, weil ich währenddessen mit Diego Buch anschauen kann.

Wenn meine Babyschwester nur endlich auch schon so eine tolle Spielkameradin wäre. Mit ihren 3 Monaten grinst sie mich zwar vergnügt an, wenn ich sie nach dem Kindergarten begrüße oder ihr ein Lied vorsinge, aber das war`s dann auch schon wieder. Noch ist sie leider weit davon entfernt, mit mir auf die Rutsche zu klettern, im großen Schwimmbad rumzuplanschen oder einen anständigen Sandkuchen zu backen. Sie schaut mir in Bauchlage zwar schon recht neidisch zu, wenn ich mitten am Spielen bin, wird aber bald grantig, wenn ihr das Umrollen zurück auf den Rücken nicht gleich gelingt, aber was soll ich sagen, kleines Schwesterlein? Da müssen alle Babys durch – mir ging es vor 2 Jahren ganz gleich.

Und weil es mit dem Babylein eben noch nicht so lustig spielen ist, habe ich Diego. Und Mama, Papa, Omi… Langweilig wird mir so schnell nicht. Mama dagegen braucht ständig Abwechslung. Zwei Nachmittage hintereinander auf denselben Spielplatz – nicht mit ihr. Zwei Nachmittage hintereinander zuhause – nicht mit ihr. Also dürfen meine kleine Babyschwester und ich täglich gespannt sein, was Mama mit uns vorhat. Mit Papa ist das aber nicht viel anders. Wenn es nach ihm gänge, würden wir jeden Tag einen Ausflug machen. Das wäre mir aber zu anstrengend. Da bin ich ganz froh, dass er während der Woche am Arbeiten ist. Denn ja: Ich bin zwar nach wie vor ein vergnügungssüchtiges Kleinkind, aber ich brauche ein bisschen Ruhe bzw. braucht die Mama ihre Ruhe und meine Babyschwester sowieso, und Diego auch… An ruhigen Tagen zuhause sehe ich Mama beim Aufräumen zu, baue Häuser (jeden Tag in einem anderen Zimmer – wozu haben wir denn sonst so eine große Wohnung?), helfe Mama beim Kochen oder zaubere eigene Gerichte: Basilikumtee und Marilleneis. Meinen Stofftieren schmeckt‘ s und dem Diego auch. Kein Wunder, dass er so gerne bei uns ist. Ob er wohl noch länger bei uns wohnen darf?

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