8 Wochen Zweifach-Mama-Sein

8 Wochen Zweifach-Mama-Sein

Geschafft.

Denn ganz ehrlich: Die letzten Wochen waren turbulent. Neben geruhsamen Vormittagen mit dem Baby, das nach wie vor tagsüber viel schläft, und recht aufregenden Nachmittagen (Baby: „Hilfe, die große Schwester ist da – da drehe ich am besten gleich meine Jammersirene an“) und intensiven Abenden (Mama: „Zu welchem Kind renne ich zuerst? Wann kommt Papa endlich nachhause?) ist es erst in den letzten Tagen ein wenig ruhiger geworden bei uns. Dem Schnuller sei Dank, manchmal.

Aber ich darf mich nicht beschweren: Wir haben erst eine Woche bei Omi verbracht, wo ich mich gut erholen und Mittagsschläfchen halten konnte, die Große der Omi kaum von der Seite wich und mich in manchen Momenten nicht mal an ihre Windel ranließ. Komisch, so kenne ich sie gar nicht. Zurück von der Sommerfrische will sich die Große im Kindergarten aber so gar nicht von uns trennen und verdrückt so manch dramatisches Tränchen. Auch nicht so einfach, aber meistens bleibe ich „hart“ und schiebe es auf eine Phase.

Die Kleine will auch noch nicht so richtig runter von mir. So ein Kuschelkätzchen, das mit ihren 8 Wochen bereits den zweiten Schnupfen ihres Lebens und dann noch die Bindehautentzündung der Großen übernommen hatte. Also eigentlich nicht verwunderlich, dass sie so verschmust ist.

Mittlerweile aber sind wieder alle (fast) gesund und ich lerne allmählich, dass ich meinen beiden Lieblingen nicht immer gerecht werden kann. Wenn ich die Kleine stille und die Große malen möchte… muss die Große warten. Wenn die Große gewickelt oder aufs Klo gehen will… muss die Kleine warten (auch wenn sie ein lautes Geplärre aktiviert, sobald ich sie schnell mal im Stubenwagen ablege). Das geht nun einmal nicht anders. Und eigentlich ist es halb so wild… das Raunzen der Großen und das Geplärre der Kleinen. Denn im Großen und Ganzen finde ich, dass wir das ganz gut hinbekommen.

Wenn die Große der Kleinen vorturnt (wir üben gerade das Rollen von der Rücken- in die Bauchlage), ihr vorsingt (wenn meine Stimme schlappmacht) oder versucht, ihr die Hose anzuziehen (da kann der bis dato eher grantigen Babyschwester schon mal ein Lächeln entkommen), dann weiß ich, dass das genau das ist, was ich mir für die Große gewünscht habe: ein Schwesterchen. Die Kleine ist zwar aktuell noch wenig begeistert von der großen Schwester, aber das wird schon noch kommen… Wenn das Zwutschgi erst mal von mir runter rutscht und die Welt entdecken möchte, wird ihr die Große aufmunternd zur Seite stehen.

Inzwischen werde ich der Großen ein paar Tage bzw. Wochen Auszeit vom Kindergarten gönnen, denn es stehen ohnehin noch ein paar Urlaubstage mit dem Papa an. Das Kuschelbaby wird weiterhin in der Gegend rumgetragen und in guten Momenten durch Wald und Wiese kutschiert. Eine Vorliebe für Bäume und Blätter haben nämlich jetzt schon beide Mädels. Ich bin ja schon gespannt, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede ich noch entdecken werde. Obwohl man Kinder ja nicht vergleichen soll: ich tue es trotzdem… still und leise. Am liebsten aber beobachte ich, wie sich die Zwei gegenüber einander verhalten… und das werde ich wohl noch die nächsten Tage/Wochen/Jahre tun. Aufregend.

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3 Gedanken zu “8 Wochen Zweifach-Mama-Sein

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