2 Wochen Schwestern-Sein

Jetzt ist sie also da, mein kleines Schwesterlein. Ihr könnt Euch wahrscheinlich vorstellen, dass die letzten 2 Wochen ziemlich aufregend waren. Mir klopft jetzt noch das Herz, wenn ich an den Abend zurückdenke, als Mama vom Rettungswagen abgeholt worden ist und mich Omi am nächsten Morgen mit der Nachricht geweckt hat, dass meine Babyschwester aus Mamas Bauch geschlüpft ist. Hach, habe ich mich da gefreut.

Blöd fand ich aber, dass Mama und die Kleine dann 2 Nächte noch im Krankenhaus bleiben mussten. Zwar haben mich Papa und Omi in der Zwischenzeit ordentlich verwöhnt (so viel Pizza, so viel Apfelsaft), aber dennoch habe ich Mama ziemlich vermisst und war ein wenig beleidigt, als sie dann endlich wieder zuhause war. Wie Ihr wisst, bin ich aber nicht nachtragend und wollte Mama beim Wickeln der Kleinen gleich mal zur Hand gehen. Das hatten wir ja vorab schon geklärt, dass ich Mama tatkräftig unterstützen werde, wenn das Baby da ist. Nur ist die Kleine eine derartige Stramplerin, dass sich sogar Mama beim Wickeln etwas schwer tut. Das habe ich mir um einiges einfacher vorgestellt. Überhaupt: Habt ihr gewusst, dass Babys fast ununterbrochen schlafen und wenn sie einmal wach sind, nur am Trinken und Rumjammern sind, wenn sie nicht getragen werden?

Meine Babyschwester schläft nämlich tagsüber fast immer und will getragen und auf den Schoß genommen werden, wenn sie doch einmal aufwacht. Im Stubenwagen liegt sie nur für einige Minuten gern – da sind meine Bären ganz anders… Dennoch stört es mich nicht, wenn die Kleine auf Mamas Schoß liegt und durch die Gegend blinzelt. Solange ich mit Mama nebenbei Buch anschauen, Lego spielen oder malen kann, ist das o.k. Schade ist nur, dass Mama wieder ein bisschen faul geworden ist und plötzlich nicht mehr in den Tierpark oder auf den großen Spielplatz möchte. Dabei hat sie es doch wieder viel leichter, seit der Babybauch weg ist. Mama meint, dass Ihre Faulheit daher kommt, weil sie viel zu wenig Schlaf bekommt, seit die Babyschwester bei uns eingezogen ist. Angeblich will die Kleine nämlich auch in der Nacht gewickelt werden und immer wieder etwas zu trinken bekommen. Wie unbequem… das wäre nichts für mich. Ich hoffe jedenfalls, dass Mama bald wieder fitter ist, damit ich meinem kleinen Schwesterlein meine Lieblingsplätze zeigen kann.

Aber generell finde ich die Kleine trotzdem süß und bin in keiner Weise eifersüchtig auf sie. Warum sollte ich auch? Noch nimmt sie mir mein Spielzeug ja nicht weg. Nein, sie hat mir sogar ihr Hasi geborgt, das mir sofort gefallen hat. Mama und Papa haben nach wie vor viel Zeit für mich und letzte Woche waren sogar Oma und Opa aus Vorarlberg zu Besuch, um mir die erste Zeit als große Schwester so angenehm wie möglich zu gestalten. Da kann ich mich also nicht beklagen. Nur abends beim Einschlafen finde ich es ein wenig lästig, wenn die Kleine genau dann gestillt, gewickelt oder getragen werden will, wenn Mama eigentlich Zeit für mein Einschlafritual haben sollte und Papa noch am Arbeiten ist. Aber das werden wir auch noch hinkriegen, kleines Schwesterlein.

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