#fragmama: Die PDA – top oder flop?

#fragmama: Die PDA – top oder flop?

Abgesehen von der „mentalen“ Geburtsvorbereitung habe ich letzte Woche einen PDA-Vortrag im Krankenhaus besucht und dachte mir hinterher: „Warum eigentlich nicht?“

Während ich bei meinem ersten Kind einer PDA von vornherein kritisch gegenüberstand und schließlich eine sehr rasche, intensive und laute Geburt hatte, würde ich es diesmal zumindest in Erwägung ziehen, mir eine schmerzstillende Kanüle in den Rücken rammen zu lassen. Wenn die Zeit dazu ist… Denn ob sich eine PDA noch rentiert, hängt u.a. davon ab, wie weit der Muttermund bereits geöffnet ist. Angeblich aber wird mit der PDA richtig angewendet eine hervorrage Schmerzlinderung erzielt und kein negativer Einfluss auf das Baby bewirkt. Die erste Phase der Geburt kann mit einer PDA verkürzt, die zweite Phase aber verlängert werden. Hinterher treten nach einer PDA oft Kopfschmerzen auf und vorübergehend kann die PDA eine Schwäche der Beine auslösen. Aber das weiß ich alles nur aus der Theorie…

Deshalb war ich wieder einmal neugierig, wie es anderen Mamas „in der Realität“ mit der PDA-Frage ergangen ist, und habe mein Mamabloggerinnen-Netzwerk nach ihren Erfahrungen mit oder ohne PDA befragt:

Menerva von Hotel Mama meinte dazu:

„Ich hatte keine PDA, weil ich eigentlich eine Wassergeburt wollte und das dann aber doch nicht ging. Als ich die PDA dann verlangte, meinte die Hebamme „es sei zu spät“. Im Nachhinein bin ich froh keine gehabt zu haben, aber währenddessen hätte ich alle Drogen der Welt genommen.“

Die Stadtmama Judith hat es versucht:

„Bei meiner Großen hatte ich eine PDA und habe damit keine schlechten Erfahrungen gemacht, aber ich glaube eigentlich im Nachhinein, dass mir der Arzt zu wenig gespritzt hat. Ich konnte nach der Geburt fast umgehend wieder gehen und habe auch die Presswehen voll gespürt. Vermutlich hätte ich sie nicht gebraucht, habe jetzt aber auch keinen Vergleich. Beim zweiten Kind hatte ich keine und es ging so schnell. Beim ersten Mal hat mir aber sicher in dem Moment allein das Wissen geholfen, dass ich eine PDA bekommen habe, auch wenn es zu wenig war . Ich glaube, ob man gute oder schlechte Erfahrungen damit hat, hängt von so vielen Faktoren ab: der tatsächlichen „Freiwilligkeit“ (also ohne dringende Empfehlung durch das Umfeld), ob man es mit sich vereinbaren kann (und nicht als negativ oder als Schwäche ansieht – ich hoffe so sieht es keine Mutter!!!!!!!), von der Dauer und Intensität der Wehen davor und wie man allgemein im Kreißsaal behandelt wird (hoffentlich auf Augenhöhe!), usw.“

Birgit von Muttis Nähkästchen wollte zunächst auch keine PDA, aber dann kam es ein bisschen anders:

„Ich wollte zuerst keine PDA. Denn – oh, perfektionistischer Anspruch! – ich wollte die Geburt so natürlich wie möglich. Aber die Realität ist dann eben manchmal ein Hund. Ich war 8 Tage drüber, hatte Wehen, aber der Muttermund ging nicht auf. Nach vielen Stunden folgte der Wehentropf. Da wäre ich der Hebamme fast an die Gurgel gegangen: Ich war komplett müde und ausgelaugt und habe den Wehentropf so gar nicht verputzt. Und daher folgte weitere Stunden später die PDA. Ich konnte ein wenig dösen, der Wehentropf tat seine Arbeit und das Kindlein wurde ganz normal geboren. Also … fast normal. Er war nämlich ein Sternengucker und ist es bis heute noch … siehe hier.

Ines von Shrimpskrams hat gute Erfahrung mit der PDA gemacht:

„Ich wollte vorab eigentlich keine PDA, aber als der Wehentropf angeschlossen wurde und es Hebamme und Ärztin empfohlen haben, habe ich nicht Nein gesagt. Schließlich bekam
ich einen Kaiserschnitt und dafür war es auch praktisch. In gewissen Situationen also ist meiner Meinung nach die PDA absolut empfehlenswert.“

Wie ist das bei Euch? Habt Ihr auch Erfahrungen mit einer PDA gemacht?

Bildrechte: Pixelio

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2 Gedanken zu “#fragmama: Die PDA – top oder flop?

  1. Mir ging es ähnlich wie Stadtmauer Judith. Bei meiner Großen habe ich eine PDA bekommen und dann auch eine Stunde achmerzfrei geschlafen. Ab dem Zeitpunkt als ich an den Wehentropf hing war alles wie zuvor. Kann also nicht behaupten die Presswehen noch die Geburt weniger intensiv gespürt zu haben. Ich konnte auch meine Füsse und Beine spüren und war auch sehr rasch wieder mobil.
    Meine zwei darauffolgenden Geburten waren ohne PDA.
    Aber unterm Strich gesehen bin ich auf jeden Fall pro PDA. Wer sie will und braucht warum nicht…

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  2. Naja, schon prima keine Schmerzen zu haben, aber eine ziemliche Lücke, nicht zu spüren wie du das Kind gebärst…mir wurde sie regelrecht aufgezwängt, weshalb ich mein zweites Kind zuhause bekam, aus Angst man würde mir wieder in schwachen Momenten irgendetwas aufdrängen. Was ich gelernt habe: Die Vorbereitung machts, und damit meine ich keinen Geburtsvorbereitungskurs. Ich arbeite gerade an einem kostenlosen mini Ebook zu dem Thema, weil es mir so sehr am Herzen liegt, dass wir Frauen wieder in unsere Kraft kommen und das Gebären als etwas unglaublich magisches erleben. Das wir uns wieder trauen, selbstbewusst und selbstbestimmt zu sein. Ich bin ihn gegangen, den klassischen deutschen Weg bei der ersten schwangerschaft, und MEINEN Weg bei der zweiten. Ratet mal, welcher der bessere war… Alles liebe, Isabella

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