#fragmama: Wie war das mit der Vorbereitung auf das Geschwisterkind?

#fragmama: Wie war das mit der Vorbereitung auf das Geschwisterkind?

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In ca. 3 Monaten wird aus dem bisweilig einzigen Star unserer Familie eine große Schwester eines klitzekleinen Stars.

Während ich der Kleinen jetzt schon immer öfter vorjammere, wie mühsam der Babybauch wird und wie sehr ich mich schon freue, wenn das Baby endlich draußen ist, genieße ich insgeheim noch die Ruhe und die Zeit, die wir als 3-köpfige Familie haben. Denn so sehr ich mich auf das kleine Baby freue: Ich gehe davon aus, dass die erste Zeit extrem anstrengend und eine ziemliche Umstellung für uns alle sein wird.

Daher habe ich mal wieder mein FamilienbloggerInnen-Netzwerk befragt und wollte diesmal wissen, wie das bei Ihnen so war und ob es möglich ist, das „große“ Geschwisterkind auf das „Kleine“ vorzubereiten:

Christina von tragend begleitet hat mir dazu folgende Erfahrungen und Tipps mitgegeben:

Bei Unsicherheiten bieten manche Anbieter Geschwisterkurse an, eventuell als Idee für Eltern, die Inspirationen suchen 😊 Wir lesen unsrem jetzt Zweijährigen aktuell (Woche 22) Bilderbücher vor. Er darf den wachsenden Bauch einölen helfen, Bauch streicheln und Bussis geben, Tritte fühlen… Das Baby wird auch in Gesprächen mit dem großen Bruder einbezogen – wie es heißen wird usw.. Also ist es so, dass wir quasi einen Dialog statt Monolog mit dem Babybauch führen. Wir haben zudem das Glück, dass eine Verwandte zu Weihnachten erst entbunden hat und wir auch ein paar Freunde mit Babys haben und somit hie und da etwas „Babywatching“ machen können. Unser Sohn stillt auch noch und wir haben zwar etwas (hormonell bedingt, weil schmerzhaft) reduziert, aber wir gewöhnen ihm jetzt nicht auf Zwang seinen Busen ab. D.h. da achte ich auch sein Bedürfnis danach noch und bin auch der Idee, des Tandemstillens gegenüber offen, sollte es dazu kommen. Sobald fix ist, was es wird, werden wir dann gemeinsam Babykleidung waschen & sortieren und er darf dabei helfen das Kinderzimmer fürs Baby umzustellen, d.h. dass wir da auch fürs Baby vielleicht gemeinsam überlegen, was es zum Spielen haben darf, eine Babykuschelecke einrichten mit Spielzeug; den Wickelplatz auch fürs Baby zu adaptieren usw.; die Babypuppe gemeinsam wickeln, waschen, anziehen (Rollenspiel, Adaptierung der Puppenecke optional).

Für Eltern, die über einen Kindergarteneintritt des älteren Kindes nachdenken, kann ich als Kindergartenpädagogin nur dazu raten, die Eingewöhnung deutlich vor oder nach der Geburt und nicht parallel zur Entbindung zu planen, um dem Kind zusätzlich zur klassischen „Entthronung“ nicht auch ein Gefühl des Abgeschobenwerdens zu vermitteln. Auch sollte frühzeitig die Betreuung zum Geburtsbeginn durchdacht werden – wer nimmt das Kind? Ist es eine Bezugsperson oder sollten vorher noch einige Treffen stattfinden, um das Kind hier besser auf die Person einzustimmen? Wenn das neue Baby dann da ist, sollten Besucher unbedingt auch das ältere Kind bedenken – also nicht nur als Erstes das Baby (dem der Besuch meist noch komplett egal ist) begrüßen, sondern den Aufmerksamkeitsfokus erst recht auf das ältere Kind legen.

Auch kann das Baby dem großen Geschwisterchen ein Geschenk mitbringen oder das Geschwisterkind bastelt etwas fürs Baby (z.B. Body). Je nach Alter des Kindes können natürlich auch Fragen zum Thema Sex, Schwangerschaft, Geburt aufkommen. Diese sollten sachlich (ohne Bienchen und Blümchen) beantwortet werden, aber nur soweit es das Kind wissen will. Fragt es nicht weiter, ist – zumindest momentan – die Frage für ihn abgehakt, und vielleicht kommt nach Tagen oder Wochen erst, vielleicht aber auch gar nicht, ein neuer Gedankengang dazu, der beantwortet werden will. Je jünger umso praktischer, je älter umso sachlicher werden die Aktivitäten bzw. Themen aufbereitet. Was dann also passt, sollte sich individuell im Dialog & im Tun entwickeln dürfen.

Birgit von Muttis Nähkästchen ist der festen Meinung, dass man große Schwestern und Brüder nicht wirklich auf die Ankunft eines Geschwisterchens vorbereiten kann. (Was nicht heißen soll, dass man es nicht versuchen soll!) Denn: Alles graue Theorie. Die Realität ist für jedes Kind – egal wie gut vorbereitet – ein Hammer. Hier dazu ihr Beitrag.

Daniela von die kleine botin hat zur Vorbereitung auf das Geschwisterkind in passenden Büchern zu der Thematik geschmökert und mit der Großen viel darüber gesprochen. Aber sie meint auch: „Es ist unausdenkbar, weder für die Eltern noch für die werdenden Geschwister, was auf sie zukommt. Die ersten Learnings hatte ich nach ein paar Wochen“, wie Ihr hier nachlesen könnt.

Nun, dann lassen wir „das Ganze“ einfach gemütlich auf uns zukommen….

Bildrechte: Thomas Weiss, pixelio.de

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