#fragmama: Wiedereinstieg – wie war`s bei Euch?

#fragmama: Wiedereinstieg – wie war`s bei Euch?

wiedereinstieg

Mein Wiedereinstieg ins richtige Berufsleben rückt nun immer näher. Da die Eingewöhnung der Kleinen im Kindergarten bis jetzt vollkommen problem- und tränenlos verlaufen ist, blicke ich dem Ganzen recht entspannt entgegen und bin neugierig, was sich in den letzten 19 Monaten so getan hat im Büro. Ich steige zwar nicht in die genau dieselbe Position ein wie vor der Karenz, bleibe aber dem Unternehmen und dem ungefähren Aufgabenbereich 25 h/Woche treu und halte das gerade für die optimalste Variante, um Job und Kleinkind-Mama-Sein zu vereinbaren.

Neugierig bin ich auch, wie der Wiedereinstieg bei Euch anderen Mamas so verlaufen ist. Daher habe ich mein Mama-Netzwerk der FamilienbloggerInnen zu diesem Thema befragt:

Stephanie von 3 FACH-JUNGSMAMI meint dazu:

Leider habe ich nach der Karenz – bis jetzt zumindest – keinen Job gefunden der sich mit der Kinderbetreuung vereinbaren lässt. Deshalb ist im Moment mein Blog mein Job.

Bei uns in der Gemeinde ist die Kinderbetreuung schlecht geregelt und ich muss auch 9 Wochen Sommerferien ohne Oma usw. irgendwie überbrücken, denn mein Mann hat im Sommer keinen Urlaub. Deshalb ist für mich die Vereinbarkeit von Job und Kindern nicht gegeben.

Lisa von Foodforfamily dagegen hat sehr positive Erfahrungen mit dem Wiedereinstieg gemacht, hat jedoch andere Tücken der Vereinbarkeitsfrage entlarvt:

Bei mir hat es super geklappt. Nach meinem 2. Baby hab ich nach 2,5 Jahren Karenz wieder mit 18-20 Stunden begonnen. Kinderbetreuung in Wien klappte super mit Kiga und Krippe. Die Schwierigkeit, auf die ich jedoch regelmäßig stoße, ist aber die Betreuung im Krankheitsfall. Denn der Pflegeurlaub ist rasch ausgebraucht. Da meine beiden letzten Winter viel krank waren, kam ich schon ins Schleudern. Jetzt haben wir eine Babysitterin, die mir erstens meinen einzigen langen Tag abdeckt (ich will sie nicht bis 17:00 im Kiga lassen) und die auch im Krankheitsfall (bei harmlosen Sachen) einspringen kann.

Angelika von Grünspross hat einen wertvollen Tipp parat:

Ich habe nach 2 Jahren Karenz wieder in meiner alten Firma, aber in einer neuen Position, zu arbeiten angefangen – für 12 Stunden. Der Sohn (27 Monate) ist täglich 4 Stunden bei der Tagesmutter und ich an 4 Tagen in der Zeit in der Arbeit. Mein Chef war sehr entgegenkommend und der Wiedereinstieg wurde mir leicht gemacht. Nur mit meiner neuen Aufgabe bin ich noch nicht ganz warm geworden. Bei Krankheit oder Ausfällen der Tagesmutter kann meine Mutter einspringen, sie ist schon pensioniert, hat aber eine längere Anfahrt zu uns. Was ich beim nächsten Mal anders machen würde: Ich habe den Wiedereinstieg lange vor mich hergeschoben und wollte nicht darüber nachdenken, darum habe ich die Frist für die Anmeldung der Elternteilzeit verpasst und konnte nur durch Kulanz meines Arbeitgebers doch gleich zu Arbeitsbeginn schon in Elternteilzeit sein (sonst hätte ich eigentlich das erste Monat Vollzeit arbeiten müssen). Sich informieren und rechtzeitig mit der Firma darüber sprechen, wäre mein Tipp!

Anne von Einer schreit immer hat hier zur Vereinbarkeitslüge einen recht amüsanten, wenn auch etwas demotivierenden Beitrag publiziert.

Andrea von Babymamas hat sich selbstständig gemacht, da drei Kinder und ihr früherer Job nicht vereinbar waren. Gottseidank, denn was täten viele Wiener Mamas ohne den wöchentlichen Babymamas-Newsletter?

Verena von Mama Wahnsinn Hoch Drei liefert dann wieder ein sehr positives Beispiel:

Es kann funktionieren. Aber nur, wenn alle (inkl. Arbeitgeber) an einem Strang ziehen. Und selbstverständlich, wenn auch die Großeltern und/oder Babysitter mitspielen. Ich glaube, trotz drei Kids bin ich ein gutes Beispiel dafür, dass es gehen kann. Ich habe bei den zwei „großen“ Mädis (jetzt 6 und 5) nach 2,5 Jahren wieder angefangen – damals mit 30 Stunden. Kombiniert mit Homeoffice ist es relativ gut gelaufen, ich war von Di-Do im Office bzw. hatte ich Termine, Mo und Fr daheim, selbstverständlich erreichbar. Im Laufe der dritten Schwangerschaft machte ich sogar eine Ausbildung und habe dann nach einem Jahr – wiederum mit 30 Stunden – angefangen. Dieses Mal zwei ganze Tage und zwei Vormittage, damit ich nachmittags mehr Zeit mit den Lieblingen habe. Freitag Homeoffice. Ich muss aber auch sagen, dass ich einen sehr guten Arbeitgeber habe und mein Chef mir sehr entgegenkommt. Im Laufe der Zeit hat sich – klar – mein Arbeitsgebiet ein bisschen geändert – war ich vorher noch ein- bis zweimal wöchentlich in Italien (war dort fürs Marketing zuständig), mache ich jetzt sehr viel Research und Zielgruppenmarketing in Kärnten. Tja, ich bin aber so ein Freak, dem das Spaß macht, also ist das gut so. Ich persönlich habe die Erfahrung, dass es leichter ist, wenn man schon vorher im Betrieb war, sie wissen, was du kannst, was du gemacht hast. Dann stehen die Karten viel besser. Also, wie man sieht – es kann auch funktionieren!

Judith von Stadtmama berichtet von ihren Erfahrungen:

Ich glaube, an dieser Frage kommt keine Mutter vorbei. Ich habe bei K1 nach drei Monaten und bei K2 nach 8 Monaten für ein paar Stunden wieder angefangen zu arbeiten. Im Homeoffice, zu Besprechungen habe ich dann das Baby mitgenommen. Das war unglaublich flexibel und mein Arbeitgeber war sozusagen ein Traum. Warum ich trotzdem im Herbst aufgehört habe? Erstens bekommt man mit nur ein paar Stunden pro Woche leider nicht die wirklich spannenden Kunden und Projekte zugeteilt und irgendwann bleiben die Herausforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten aus. Zweitens ist Social Media vor allem für große und zahlungskräftige Kunden ein rund-um-die-Uhr Job. Für ihr gutes Geld erwarten sie, dass du je nach Vertrag fast 24/7 bereitstehst. Ich wollte nicht mehr um drei am Nachmittag am Spielplatz Mails checken und manchmal beantworten müssen oder ein schlechtes Gewissen haben, weil ich die x-te Firmenveranstaltung mit Kunden am Abend sausen lassen muss. Das hat mich insgesamt sehr gestresst, weil ich meinen Job gerne gemacht, aber gesehen habe, dass ich ihn nicht so erfüllen kann, wie es notwendig wäre. Insgesamt würde ich sicher wieder einen Job finden, will das momentan aber gar nicht. Als eigener Chef kann ich entscheiden, ob die Mail um vier am Spielplatz wichtig ist, für welche Veranstaltungen ich Zeit habe und welche Projekte mir die Möglichkeit zur Weiterentwicklung geben.

Weitere Postings aus Judiths Erfahrungsschatz findet ihr übrigens hier und hier.

Zu guter Letzt hat Birgit von Muttis Nähkästchen jede Menge Nützliches und Interessantes zu der Thematik verbloggt:

  • Zum Thema „Wiedereinstieg“ bitte hier entlang.
  • Hier findet ihr außerdem einige wichtige Dinge in Sachen Finanzen und Recht , die wir Mütter unbedingt JETZT wissen sollten.
  • Wen Birgits persönliche Betrachtung der Teilzeitfalle  +  ihre persönliche Geschichte zu ihren zwei Wiedereinstiegen interessiert, bitte hier und hier weiter lesen
  • Und noch eins: Gute Mütter arbeiten!

 Wenn das kein Schlussplädoyer ist…

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