Spielen à la Emmi Pikler

Pikler 3

Pikler 2

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„Wesentlich ist, dass das Kind möglichst viele Dinge selbst entdeckt“ (Emmi Pikler)

Wie vor einigen Monaten bereits erwähnt, ist das Baby bzw. mittlerweile Kleinkind von sogenannten Pikler-Spielgeräten schwer begeistert, die wir uns in regelmäßigen Abständen ausleihen.

Außer mit der Krabbelkiste und der Schaukel amüsiert sich die Kleine aber auch in einem wöchentlichen Pikler-Spielraum und erklimmt da zB. die Sprossenleiter und spielt mit sonstigen, altersgerechten Spielmaterialien, die dort im Raum verteilt sind. Spielen, Klettern und Kontakt mit den anderen Kindern aufnehmen: Das ist eigentlich alles, was die Kinder in der Pikler-Spielgruppe tun. Die Mamas bzw. Papas sitzen daneben, plaudern ein wenig, entspannen und stimmen gegen Ende mit der Spielgruppenleiterin ein paar Liedchen an. Mehr ist es nicht, aber trotzdem: Ich bereue es nicht, mich für diese Art der Spielgruppe entschieden zu haben, auch wenn das Preis-Leistungs-Verhältnis auf den ersten Blick zu wünschen übrig lässt. Schließlich spielen die Kinder ja nur – das können sie zuhause oder am Spielplatz ja auch. Schon, aber…

Die Pädagogik der ungarischen Kinderärztin Emmi Pikler geht davon aus, dass Kinder ihre eigenen Entscheidungen treffen sollen, weil damit Selbstgefühl und Zufriedenheit gestärkt werden. Beim freien Spiel lernen sie, ausdauernd zu sein, schulen ihre Konzentrationsfähigkeit und üben sich im Umgang mit ersten Schwierigkeiten bzw. Hindernissen. Zusammenfassend erleben sie dabei ihre eigene Wirksamkeit kennen und können sich so selbst besser einschätzen. Die Mamas übrigens auch. Ich zB. traue meiner Kleinen geschicklich mehr zu, seitdem ich sie regelmäßig bein Klettern und Balancieren beobachtet habe.

Außerdem: Weitere 5 Punkte, weshalb ich/wir den Pikler-Spielraum mögen:

  1. Die Mamas/Papas können sich zurücklehnen, durchatmen und einfach nur beobachten. Die Verantwortung, dass kein Kind stürzt oder sich wehtut, übernimmt großteils die Spielgruppenleiterin
  2. Die Gruppe ist mit ca. 8 Kindern relativ klein, weshalb eine ruhige, entspannte Atmosphäre herrscht. Beinahe Wellness für die Eltern-Seele
  3. In Kontakt mit den anderen Kindern lernen Mamas/Papas ihren kleinen Liebling besser kennen, verstehen und auch von einer anderen Seite kennen
  4. Bei den dazugehörigen „Elternräumen“ treffen sich die Mamas/Papas mit der Gruppenleiterin, um sich über aktuelle Problemchen und Fragen in Ruhe auszutauschen
  5. Die Kinder entscheiden selbst, wann, womit und mit wem sie spielen möchten anstatt „bespielt“ zu werden. Wenn sie erst einmal am freien Spiel Gefallen finden, funktioniert das auch zuhause recht gut. Dazu braucht es aber natürlich keine Pikler-Spielgruppe
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3 Kommentare

  1. Moin, das klingt interessant! Ein bisschen wie bei unserem PEKiP, da sind, glaube ich, ähnlich Ansätze drin 🙂 Wir haben allerdings auch zur Begrüßung gesungen… Gibt es bei den Pikler Gruppen eigentlich auch Natur-Materialien (Sand, Steine, Blätter)?

    Viele liebe Grüße, Küstenmami

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    • Oh ja ;-)Naturmaterialien gibt es dort keine – dafür verschiedene Alltagsgegenstände wie Puddingbecher oder Nudelsieb, aber auch herkömmliches Spielzeug wie Glöckchen oder Bälle…

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