Abstillen – so war´s bei mir

Abstillen – so war´s bei mir

Abgestillt

Jetzt ist es doch tatsächlich vollbracht: An Babys 1. Geburtstag habe ich sie zum letzten Mal gestillt. „Geplant“ habe ich das Abstillen eigentlich schon viel früher, aber dann kam es anders…

Mit 8 Monaten habe ich das Milchmädchen noch 4x täglich gestillt: 1x in der Früh, 1x tagsüber zum Einschlafen, abends um Einschlafen, 1x nachts zum Weiterschlafen… Diese blöde Einschlafritual haben wir uns nämlich ziemlich bald angewöhnt, war eine Zeit lang aber auch sehr praktisch.

Mit 9 Monaten bekam die Kleine Babymüsli statt Milch zum Frühstück. Damit war sie schon mal sehr zufrieden.

Mit 10 Monaten bekam sie abends statt Mamas Busen ein Fläschchen mit Wasser. Auch das hat bald ohne großes Gezetere funktioniert und tut es bis heute noch.

Mit 11 Monaten, als die Kleine tagsüber nur mehr 1 Schläfchen halten wollte, habe ich dann auch die Einschlafmilch tagsüber weggelassen. Geschlafen wurde dann aber nur im Kinderwagen, was auf Dauer auch ein bisschen mühsam ist. Mittlerweile schläft sie ab und an auch mit Wasserfläschchen zuhause im Gitterbett oder beim Essen im Hochstuhl ein. Das macht sie allerdings nur beim Papa 😉

Mit 11,5 Monaten war es dann immer schwieriger, das Baby nachts zu stillen, abzudocken und wieder schlafend in sein Bettchen zu manövrieren. Also gab es dann statt Milch eine große Portion Rückenkraulen und beruhigendes Mama-Summen zum Weiterschlafen. Seltsamerweise hat das auch ohne großes Geplärre funktioniert. „Einfach ausprobieren“ lautete da meine Devise.

In den nächsten Wochen habe ich die Kleine dann ab und zu aufgefordert, zu Mamas Busen zu krabbeln. Meist mit Erfolg. Dann aber kam der Tag, an dem sie mich gebissen hat, was so ganz und gar nicht angenehm war. Und für mich war klar: Das war´s. Stillen macht dem Baby und mir so keinen Spaß mehr.

Am 1. Geburtstag habe ich sie dann mehr oder weniger lustlos gestillt und mich damit von unserer Stillbeziehung verabschiedet. Schön war´s, aber genauso schön ist es jetzt wieder, meinen Körper ein bisschen mehr für mich zu haben. Außerdem ist meine Kleine mit abnehmender Stillfrequenz eine richtige Kuschelmaus geworden. Ob da ein Zusammenhang besteht?

Meine persönlichen Tipps fürs Abstillen sind übrigens:

  1. Von ganz vielen Seiten habe ich gehört, dass die Mama dem Baby sagen soll, wenn sie allmählich mit dem Stillen aufhören möchte. Bei mir hat das bewirkt, dass die Kleine immer einen lästigen Schnupfen bekam, wenn es mit dem Stillen weniger wurde und ich sie dann natürlich wieder öfter gestillt habe. Mein armes, krankes Hascherl. Also habe ich schlussendlich dann Taten statt Worte walten lassen.
  2. Wichtig ist, dass Du als Mama überzeugt bist von dem, was Du tust. Das Kind spürt alles und fühlt sich sicher, wenn Du dich sicher fühlst. Glaube ich zumindest.
  3. Ausprobieren – es gibt nichts zu verlieren.
  4. Keine Angst: Meine Abstillpläne waren immer mit der Vorstellung von schlaflosen Nächten mit einem rebellierenden Stilljunkie verbunden. Deshalb habe ich es sehr lange nachts gar nicht probiert, sie mit einer alternativen „Methode“ zum Weiterschlafen zu bewegen. Wer weiß, vielleicht hätte es auch schon früher geklappt?
  5. Eine Meldung einer Stillberaterin via „Rund ums Baby“: Einige Kinder stillen sich von alleine ab, sobald ihre Mutter die Abstillbemühungen aufgibt – auch wenn es paradox klingt. Wie wahr.
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