Die Babyfalle – reloaded

Und was jetzt

2003 hat Bärbel Kerber das Buch „Die Babyfalle“ veröffentlicht. 2015 ist die überarbeitete und aktualisierte Version von ihr erschienen: „Und was jetzt? Wie Frauen der Spagat zwischen Unabhängigkeit und Familienglück gelingt?“

Ich durfte diesen Text Probe lesen und muss ganz ehrlich gesagt gestehen, dass mich das Lesen darin ein wenig pessimistisch gestimmt hat – wo ich doch sonst ein mittlerweile sehr positiv denkender Mensch bin.

„Frauen wollen heute selbstständig sein, unabhängig und berufstätig. Sie wollen Karriere machen und sie wollen, nicht alle und auch meist erst später, vielleicht auch Kinder. Die gute Nachricht ist: Dieser Traum ist heutzutage realisierbar. Die schlechte Nachricht: Er ist aber nur unter enormen Kraftanstrengungen und unter Inkaufnahme von Zweifeln, Konflikten und manchmal Tränen möglich.“

Puh, das sind ja Aussichten… Frauen haben es laut Kerber heutzutage ziemlich schwer.

„Wir Frauen manövrieren uns täglich in eine Pflichtkrise“

Puh, es wird also noch schlimmer… Dann aber findet frau in dem Buch noch einige Tipps und Wege, wie sie aus dem Schlamassel wieder raus kommt. Per Selbstanalyse und Kennen der eigenen wahren Bedürfnisse (Wer bin ich? Was will ich? Was soll ich?) können Frauen herausfinden, ob der von ihnen eingeschlagene Weg der Richtige ist. Neben dem Abschied davon, eine Superfrau sein zu wollen, gibt Kerber mehrere Praxis-Tipps für mehr Ausgeglichenheit wie zB: sich regelmäßig Verwöhntermine oder hie und da ein Luxusprodukt zu gönnen. Tatsächlich? Ein Luxusprodukt verhilft zu mehr Ausgeglichenheit?

Fazit: Dieses Buch ist für die Frauen geeignet, die sich abstrampeln, im Hamsterrad gefangen sind und tatsächlich Probleme mit deren Rolle als Frau/Mutter bzw. Vereinbarkeit haben. Alle anderen Frauen und Mamas in Karenz, Elternteilzeit oder im Vollzeit-Job, die ihre Rolle gefunden haben, sich damit wohl fühlen und eine Abneigung gegen Verallgemeinerungen haben („wir Frauen“), würde ich von der Lektüre abraten, da man/frau auf negative Gedanken kommen kann – war zumindest bei mir so.

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