Und ich stille immer noch

Stillen

Nach der Geburt ist Stillen nun mal das Beste für das Baby – da sind sich die Experten einig. In Abhängigkeit von der Stilldauer schützt das Stillen zB. vor Adipositas und senkt das Risiko für Zivilisationserkrankungen. Zudem geht man davon aus, dass gestillte Kinder von Müttern mit einem abwechslungsreichen Speiseplan weniger wählerisch sind als Kinder, deren Mamas sich einseitig ernähren.

Bis auf einen Milchstau einige Wochen nach der Geburt hatte ich mit dem Stillen bisher auch keine Probleme. Im Sommer war es sehr praktisch, immer und überall stillen zu können. Da mir das Stillen in der Öffentlichkeit nicht immer angenehm ist, habe ich mir ein Stilltuch besorgt, mit dem ich die Kleine ungestört immer und überall mit Nahrung versorgen kann.

Jetzt nach mehr als 7 Monaten stille ich die Kleine immer noch, weil ich es nach wie vor sehr praktisch finde, v.a. nachts, und derzeit ohnehin nur wenig unterwegs bin. Außerdem schläft das Baby immer noch nicht durch und lässt sich mit ein-zwei kleinen Snacks am einfachsten zum Weiterschlafen überreden. Wenn ich tagsüber keine Lust zum Tragen habe oder die Geduld zum „Einschläfern“ aufbringe, ist Stillen auch da die bequemste Einschlafhilfe. Ob ich diese Angewohnheit je bereuen werde? Nun ja, abends docke ich sie jetzt schon mal gerne ab und trainiere mit ihr das Einschlafen im Liegen. Dazu brauche ich aber Zeit und Muße, was ich tagsüber nicht oft habe. Ich geb`s ja zu.

Ich stille zwar immer noch nach Bedarf – mittlerweile sind es aber „nur“ mehr 3-4 Still-Mahlzeiten pro Tag, wovon die Kleine meist 3 Mahlzeiten am Tag und 1-2 pro Nacht vertilgt. Den Gemüse-Fleisch-Brei zu Mittag akzeptiert sie ja fast immer – den Getreide-Obstbrei am Nachmittag liebt sie heiß, aber halt nicht immer.

Aber mittlerweile denke ich mir: Das Baby wird schon wissen, was und wie viel es braucht. Ich versuche, mir da keinen Stress zu machen (was mir nicht immer gelingt…), auch wenn es schön wäre, eine komplette Nacht durchzuschlafen. Inzwischen schaufle ich weiterhin Berge an Nahrung in mich hinein, denn was wirklich genial am Stillen ist: So viel essen und dabei abzunehmen konnte ich noch nie – diesen „Vorteil“ werde ich in der Adventzeit noch voll auskosten.

Und im neuen Jahr werden wir es dann mal vormittags mit Fläschchennahrung probieren, damit ich zumindest gelegentlich entbehrlich bin und nicht mehr abpumpen muss. Davon habe ich nämlich wirklich die Nase gestrichen voll – das Baby möge mir verzeihen. Dafür bekommt sie abends noch eine Zeit lang die Brust. Wenn das kein Deal ist 😉

Bildrechte: Milupa

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Ein Kommentar

  1. Hallo,
    meine Minimaus ist jetzt beinahe 14 Monate und ich stille nachts auch immer noch. Sie isst zwar tagsüber natürlich Brei oder klein gematschte Mahlzeiten bei uns mit, aber wir waren mit allem etwas später, weil die ersten Zähnchen recht spät erst mit 10 Monaten kamen. Nachts ist sie im Moment manchmal unruhig und lässt sich dann am schnellst mit Stillen zu beruhigen. Ich hoffe mal, wir schleichen uns allmählich da heraus, aber momentan habe ich keine Eile. Von meinen anderen beiden weiß ich, dass sich das früher oder später ohnehin erledigt und man sich um ein/zwei/drei Monate mehr oder weniger keine Gedanken machen muss. Ich denke, wir genießen es so lange es für uns beide gut ist und sehen dann im Neuen Jahr weiter. 🙂 Lieben Gruß, Martamam

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