Stillen – top oder flop?

Stillen – top oder flop?

Breastfeeding

Mit dem Stillen ist es ja so eine Sache. Entweder man will (und kann) es oder eben nicht.

Ich wollte es auf jeden Fall probieren und habe nun schon mehr als 5-wöchige Erfahrung damit. Praktisch finde ich es immer noch, v.a unterwegs, weil ich als stillende Mama das „Essen“ immer mit dabei habe, aber ich hätte mir Stillen unkomplizierter und weniger „zeitintensiv“ vorgestellt.

Von Hebammen wird nämlich empfohlen, „ad libitum“ zu stillen, was so viel heißt wie „bei Bedarf“. Als junge Mama ist es aber nicht immer einfach zu erraten, wann das Baby tatsächlich der Muttermilch bedarf oder wenn es einfach nur beruhigt werden will. Ein eindeutiges Schmatzen und „Mund aufreißen“ signalisiert klar, dass das Baby Hunger oder Durst hat. Aber was ist mit dem Dazwischen? Jedenfalls habe ich die Kleine in den ersten Tagen immer angelegt, wenn sie unruhig oder weinerlich war. Manchmal kam es mir dabei so vor, dass ich sie fast stündlich stille, v.a. in der Nacht. Dass so ein kleiner Mensch so unersättlich sein kann? Nachts kostet Stillen den Schlaf – tagsüber verlangt es viel Geduld (zumindest wenn das Baby kein schneller Sauger ist). Da ich jemand bin, der sich rasch langweilt, fiel es mir zu Beginn nicht so leicht, dem Baby beim Saugen stundenlang zuzusehen und dabei nichts zu tun. Das kann mich ab und zu richtig zappelig machen.

Richtig kompliziert finde ich Stillen ja nicht, aber… zuerst hatte ich Bedenken, zu wenig Milch zu haben, dann wieder beklage ich mich, ständig zu tropfen und auszulaufen. Zuerst stopfe ich mich mit Milchkugeln voll, um die Milchbildung zu steigern, dann trinke ich Pfefferminztee, um den Milchfluss zu reduzieren. Das meine ich mit „kompliziert“.

Aber ja, das wird sich schon noch einspielen. Per App („Stillen“) habe ich jetzt zumindest den Überblick, wann und wie lange das Baby saugt, und werde versuchen – wenn möglich – nur mehr alle 2-3 Stunden zu stillen. Öfter ist nämlich auch nicht gut bei Blähungen, meint die Kinderärztin. Also liebes Baby, ab sofort wird der große Hunger aufgehoben.

PS: Wer mit Stillen in der Öffentlichkeit ein Problem hat, möge sich die Anschaffung eines Stilltuches überlegen. Diskret und stylish sind solche zB. von Zellmops (made in Berlin) erhältlich. Ausserdem erspart man sich damit so manches Still-Shirt.

Bildrechte: Tasia Shanice via Pinterest

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2 Gedanken zu “Stillen – top oder flop?

  1. Hallo, ich bin auch so eine Stillmama geworden und habe es jetzt bei allen drei Kindern gut hinbekommen. Dabei fand ich es ganz am Anfang nur nervig. 🙂 Ich habe beim Stillen viel gelesen, das iPad dabei gehabt oder Hörbücher gehört. Aber irgendwann kam die Routine und praktisch ist es allemal. Die ersten zwei Monate habe ich auch gefühlt stündlich gestillt. Das spielt sich von alleine irgendwann ein. Ich habe immer nach Bedarf und Gefühl gestillt und dabei nicht auf die Uhr geschaut. Einen Rhythmus finden zu müssen, hat mich immer gestresst und gerade am Anfang sind drei Stunden für die Minis zu lang. Also lief es bei uns ausschließlich nach Bedarf und letztlich stellte sich dann auch ein Rhythmus ein. Inzwischen habe ich bei der Minimaus mit der Beikost begonnen. Das ist dann wieder ein anderes Kapitel. 🙂 LG und noch viel Geduld beim Stillen. Martamam

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    1. Liebe Martamam, vielen Dank für die aufbauenden Worte. Es (ich) wird (werde) tatsächlich schon ein wenig entspannter… Übung macht wohl den Meister 😉

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