#fragmama: Wie macht Ihr das mit der Hausarbeit?

#fragmama: Wie macht Ihr das mit der Hausarbeit?

Ein leidiges Thema, ich weiß. 3,5 Monate nach der Geburt der Babyschwester fange ich allmählich an, mir wieder Gedanken um die Sauberkeit in unserem Zuhause zu machen. In der Schwangerschaft und in den ersten Babywochen war das eher Nebensache, aber: Gerade wenn man wieder mehr Zeit in den eigenen vier Wänden verbringt und nicht ununterbrochen mit dem Baby beschäftigt ist, fällt er eben mehr auf, der Staub, der Schmutz, der Wäscheberg.

Da ich die Schlafenszeiten des Babys aber nur ungern fürs Putzen verschwenden will, neben dem Baby sich nur sehr oberflächlich sauber machen lässt und – wenn ich es der Großen überlasse – die gesamte Wohnung überschwemmt wird, spiele ich immer wieder mit der Idee, mir eine Putzhilfe anzuschaffen. Am nächsten Tag bin ich mir dann doch wieder zu geizig dazu und tanze mit dem Baby in der Trage und dem Staubwedel zu guter Musik gut gelaunt auf meiner persönlichen Putzparty. Von einer Putzroutine bin ich immer noch meilenweit entfernt. Die Wäsche erledigt sich wenigstens meist nebenbei, wenigstens etwas.

Aber wie macht ihr das mit der Hausarbeit, meine lieben österreichischen Familienblogger-Kolleginnen da draußen?

Jennifer von MRSJENVARGA meint dazu:

Wir haben seit 2 Jahren eine Haushaltshilfe, die mindestens einmal die Woche eine komplette Grundreinigung macht. Im Alltag müssen alle helfen, d.h. Geschirrspüler ein- und ausräumen, Wäsche aufhängen, Tiere versorgen – da helfen klein & groß mit. Aber ja… nachdem ich „monkiger“ unterwegs bin, was Sauberkeit betrifft als mein Mann, habe ich den Sauger dann doch fast täglich in der Hand um zumindest die Krümel der Kids zu saugen ohne diesen Grundputz einmal die Woche (wo auch aufgeräumt wird) würden wir aber wohl untergehen

Stephanie von 3fach Jungsmami hat zur ihrer Haushaltsorganisation hier einen Beitrag verfasst: Vormittags Haushalt – Nachmittags „frei“ – klingt vernünftig und diszipliniert.

Birgit von Muttis Nähkästchen hat auch bereits zu diesem Thema gebloggt. Und ich sage nur: Sie hat eine Putzhilfe.

Ines von Shripmskrams ist dagegen eine „Einzelkämpferin“:

Ich mach alles selbst. Da ich noch in Babypause bin, geht sich das alles gut aus. Ich habe aber schon meine fixen Tage, wann ich meistens was mache. Ich glaube, sonst würde ich es ewig vor mir herschieben. Es ist ja nicht so, dass das meine Lieblingsbeschäftigungen wären. Außerdem erledige ich dann jeden Tag ein bisschen etwas und es kommt nicht so viel zusammen.

Auch Christine von Einer schreit immer hat über ihr Leben in einem Zwillingshaushalt einen sehr ehrlichen und aufmunternden Bericht abgeliefert.

Für Tina von Jutima Blog scheint die Hausarbeit eher Nebensache zu sein:

Wir putzen meistens abends oder am Wochenende gemeinsam, aber eher nebenbei. Die Küche machen wir jeden Abend sauber und zwischendurch immer, was so anfällt. Am Mühsamsten finde ich das Staubwischen, weil es da kein Ende gibt. Die Wäsche mache ich im Keller, das erspart Platz und Staub im Wohnraum. Und so Sachen wie Fenster und Vorhänge mache ich dann, wenn es mich stört.

Victoria von Vickyliebtdich wiederum vertraut mehreren Helferleins, wenn es ums Saubermachen geht:

Zu mir kommt regelmäßig eine Putzhilfe alle 2 Wochen, da ich einfach nicht die Zeit und Lust habe für einen Großputz. Der iRobot erledigt die kleineren Brösel und Katzenhaare unter der Woche. 

Vera von Abenteuer Erziehung dagegen holt schließlich die Männer in die Verantwortung, denn schließlich leben die ja oft mit Mama und Kind/ern unter einem Dach. Mehr dazu könnt ihr hier nachlesen.

*****************************************************************************

Und wie macht ihr das?

Advertisements
Bin ich eine Öko-Mama?

Bin ich eine Öko-Mama?

Die liebe Sophie von Kinderlachen & Elternsachen hat zur Mama Blogparade aufgerufen, bei der Mamas sich als mehr oder weniger Öko-Mama outen sollen. 

Da bin ich dabei, denn ja… ich denke, ich bin ein bisschen Öko-Mama, weil…

  • ich aktuell mit viel Gemüse & Obst aus dem bio-Kistl koche, das mir wöchentlich geliefert wird
  • bei uns Kleidung und Spielzeug großteils Second Hand geshoppt wird – ich bin ein großer Fan von shpock, willhaben und Mädchenflohmarkt
  • mittlerweile unsere gesamte Familie leidenschaftlich gärtnert und dabei schon beträchtliche Ernteerträge zustande gekommen sind, ebenfalls alles bio und mit dem eigenen Kompost gedüngt
  • wir für den Kompost den Biomüll in unserer Wohnung sammeln, um ihn dann am Wochenende  im Kompost im Schrebergarten wieder loszuwerden
  • ich Plastiksackerl so gut es geht meide und fast immer eine Stofftasche dabei habe
  • wir derzeit lieber im Wald und in der Natur unterwegs sind als in der Stadt
  • ich fast ausschließlich bio-zertifizierte Naturkosmetik verwende
  • beim Basteln ganz oft Abfall, Naturmaterialien oder einfach nur Papier zum Einsatz kommen
  • wir regionale Lebensmittel einkaufen

aber:

  • ich kaufe Milch und Joghurt immer noch im Tetrapack bzw. in Bechern
  • für den Wochenendeinkauf verwenden wir das Auto
  • gerade habe ich für befreundete Kinder richtiges lautes Plastikspielzeug als Geburtstagsgeschenk besorgt – wenn sie das schon von ihren Eltern nicht bekommen
  • bei uns gibt`s nur Einwegwindeln – Stoffwindeln kommen uns nicht ins Haus
  • Der Papa will von Second Hand-Hemden nichts wissen

 

Und wie ist das bei Dir? Steckt auch eine bisschen Öko-Mama in Dir?

Komforttrage vs. Tragetuch – das ist hier die Frage

Komforttrage vs. Tragetuch – das ist hier die Frage

Wie hätte es auch anders sein können? Aus der mittlerweile 3 Monate alten Babyschwester ist ein leidenschaftliches Tragebaby geworden. Auch wenn mittlerweile der Kinderwagen gut bei ihr ankommt…

Für kurze Wege, langweilige U-Bahn-Fahrten oder das Einschlafen in lauter Umgebung aber ist mir bzw. der Kleinen das Tragen eindeutig lieber. Auch zuhause hat das Tragen für Haushaltstätigkeiten bzw. für Spielplatzbesuche mit der großen Schwester einen eindeutigen Vorteil: Auch in wachem Zustand ist das Babylein überall live dabei und ich habe dabei die Hände frei. Yeah.

Womit ich mein Baby trage?

An Tragetücher habe ich mich sowohl beim ersten als auch jetzt beim zweiten Baby nie herangewagt. Stattdessen habe ich mir für die ersten Wochen nach der Geburt eine „No name“-Mei Tai (Mei Tai ist im Grunde nur eine traditionelle Tragehilfe aus Asien) besorgt, die zwar ein wenig schwieriger anzuziehen ist, die im sommerlichen Alltag aber wesentlich kühler und leichter war als meine „eingetragene“ Ergobaby Carrier-Trage samt Neugeboreneneinsatz. Der ist bei den Temperaturen dieses Sommers fast zu heiß gewesen und auch nicht besonders bequem. Nach Besuch der Trageberaterin Astrid von sichergebunden.at und deren Tipp, den Steg mit einem Tuch zu verkleinern, verwende ich die Ergobaby mit abgebundenem Steg aber wieder gerne. Außerdem darf ich nach Anfrage bei buzzidil deren geniale Babytrage testen. Im Gegensatz zur Ergobaby ist die viel weicher um die Hüfte und lässt sich dank unterschiedlicher Befestigungsmöglichkeiten der Schulterträger wunderbar an die Größe von Babys von 0-18 Monaten anpassen. Nach einigen Trageversuchen ist die buzzdil mein rücken- und hüftschonender Tragefavorit, auch wenn ich mir beim Anschnallen der Ergobaby noch etwas leichter tue. Irgendwie rutschen die Gurte da besser…

Aber noch ein paar Worte zur Trageberatung

Ich hätte es zwar beim ersten Kind nicht für nötig gefunden, habe mir aber bei Baby Nr. 2 eine Trageberatung geleistet und dabei zum einen verschiedenste Tragen ausprobiert – die kokadi Flip wäre übrigens meine erste Wahl gewesen – und einige hilfreiche Kniffs und Tricks mitbekommen (wie zB. den Steg bei der Ergobaby abzubinden, damit sie auch für Neugeborene geeignet ist).

Um Euch bei der Auswahl und Entscheidung auf der Suche nach dem passenden Tragesystem zu unterstützen, habe ich der Trageberaterin Christina Curelli (http://tragend-begleitet.at) einige Fragen gestellt:

  • Was sind Vor- und Nachteile eines Tragetuchs bzw. einer „Komforttrage“?

Aus meiner Beratungserfahrung wünschen sich viele Eltern beim Thema Tragen im Vorfeld eine „schnell anzulegende, möglichst vorbindbare, unkomplizierte“ Lösung. Welche das am Ende für die Familie wird, denn die Möglichkeiten am Markt sind heutzutage gigantisch, ist zweitrangig – in erster Linie bietet Tragen die für Babys so wichtige Nähe und Geborgenheit, unterstützt die Bindung und erleichtert den familiären Alltag dank freier Hände und uneingeschränkter Mobilität.

Ein Tragetuch hat in meinen Augen den Vorteil der Flexibilität und Günstigkeit. Gebraucht lassen sich mit wenig Geld schon tolle, stabile Tücher finden, welche von Geburt an bis zum Ende der Tragezeit nützbar sind. Mit etwas Bindeerfahrung kann mit einem Tuch auf Bauch, Hüfte und Rücken getragen werden, es kann täglich die Optik durch neue, auch dem jeweiligen Alter besser entsprechenden, Bindeweisen oder „Finishs“ variiert werden. Gleichzeitig kann auf individuelle „Problemzonen“ des Trägers aber auch Traglings eingegangen werden, um optimal zu entlasten und zu stützen.

Gerade ein Tuch mit 4,5 Metern aufwärts wirkt zu Beginn bei frischgebackenen Eltern jedoch schnell abschreckend und aufwendig. Vorbinden erscheint vielleicht auf den ersten Blick als praktisch, birgt aber ein hohes Risiko zu locker zu binden, wodurch es beim Träger zu Schmerzen und beim Baby zu einem Zusammensacken im Tuch kommen kann.

Viele Eltern greifen daher im ersten Impuls bevorzugt zu einer Tragehilfe, da ihnen diese alltagstauglicher erscheint. Die Klassiker an Tragehilfenmarken wie Ergobaby oder Manduca kennen die meisten aus Babyfachgeschäften und Babywerbung. Daneben existieren jedoch noch Dutzende andere kleinere Hersteller am Markt, welche ihre Tragehilfen vorrangig online oder über explizite „Trageshops“ oder vereinzelt auch Trageberaterinnen vertreiben. Jede Trage hat Vor- und Nachteile, bei der einen ist es vielleicht die Stoffwahl, bei der nächste die Konstruktion, oder vielleicht die Verstellbarkeit, etc. Zum Glück haben auch die bekannten, großen Hersteller ihre Produkte in letzter Zeit so weit überarbeitet, dass als „Gruseltragen“ titulierte Modelle heute kaum noch außerhalb des Second Hand Bereichs am Markt zu finden sind.

Woran erkenne ich jetzt aber als Laie angesichts des Riesenangebotes am Markt ein gutes Tragehilfen-Produkt? Als Kriterien gelten grob folgende Punkte:

  1. Die Tragehilfe unterstützt die entwicklungsgerechte Haltung des Kindes (Rundung der Wirbelsäule, Anhock-Spreiz-Haltung).
  2. Der Rückenteil ist aus festem „Tragetuchstoff“ und stützt das Kind straff und stabil (auch seitlich) wie eine zweite Haut.
  3. Stufenlos verstellbarer Steg (Anmerkung: Gewichtsangaben bei Herstellern sind vorrangig bei Haftungsansprüchen relevant, sagen jedoch nichts darüber aus, wie breit der Steg und damit verbunden die Passdauer der Tragehilfe ist. Kleidergrößenangaben stellen hier einen verlässlicheren Richtwert dar)
  4. Bis mindestens Sitzalter werden die Träger bei Fullbuckles im Hüftgurt, ab Sitzalter im Rückenpaneel befestigt.
  5. Die Kopfstütze lässt sich anpassen und der Kopf wird gut gestützt.
  6. Die Tragehilfe ist Träger und Tragling bequem. Der Träger kann die Tragehilfe gut bedienen.
  7. Die Tragehilfe enthält keine Schadstoffe im Gewebe.

Optimal wäre selbstverständlich, wenn all diese Punkte erfüllt werden, jedoch ohne Dogmatismus: Grundvoraussetzung ist am Ende, dass die gewählte(n) Tragemöglichkeit(en) zur Familie passt/passen muss!  Nicht jede Tragehilfe passt staturbedingt zu jedem. Sich hier auf Tipps von FreundInnen, Verkäuferinnen im Babyfachmarkt oder Tests zu verlassen kann rasch in teuren Fehlkäufen enden, da jeder Träger eine Tragehilfe subjektiv als anders empfindet.

Tragehilfen haben stegbedingt zudem ein „Ablaufdatum“. Etwa um Kleidergr. 80/86 (1-1,5 Jahre ca.) müsste bei den meisten Tragesystemen von einer Babysize auf eine Toddlersize gewechselt werden. Auch sind hochwertige Tragehilfen, selbst am Gebrauchtmarkt, nicht unbedingt günstig.

  • Welche Tragehilfe empfiehlst  Du bei Neugeborenen bzw. bei größeren Kindern?

Ich möchte bewusst keine Empfehlung abgeben, weil wie gesagt jede Familie ihre individuelle Wahl treffen muss, und es unter den Tragehilfen einfach keine „eierlegende Wollmilchsau“ gibt. Für Neugeborene empfehle ich persönlich ein Tuch bzw. Ring Sling oder eine Trage zum Binden, wie zB. eine Mei Tai/Wrapcon oder einen Halfbuckle (Tragehilfe mit Hüftgurt zum Knoten oder mit Schnalle bzw. Trägern zum Binden).

In der Beratung erlebe ich auch oft, dass Eltern eine Fullbuckle (Trage mit Schnalle an Hüftgurt und Trägern) bei sehr kleinen Babys oftmals als zu wuchtig empfinden und hier nach einem Probieren beider Systeme fast immer zu einer sich besser ans Baby anschmiegenderen Lösung mit bindbaren Schulterträgern greifen. Aber ich möchte nochmals betonen: Auch ein Fullbuckle ist eine legitime Wahl für ein kleines Baby! Wichtig ist, dass Eltern und Kind sich wohlfühlen!

Was mir persönlich bei mir, aber auch in der Beratung auffiel, ist, dass sich mit der Zeit die Trägerbedürfnisse ändern. Während im ersten Lebensjahr oft Varianten zum Binden beliebter sind, kommt ab dem 2. Lebensjahr durch das höhere Gewicht des Traglings und auch den aktiveren Lebensstil der Familie im Outdoorbereich verstärkt der Wunsch nach einer besser gepolsterten Trage auf, wie es in der Regel ein Fullbuckle bietet. Manche Eltern fangen auch mit großem Kind erst das Tuchbinden an, weil sie die Entlastung als feiner empfinden. Kurzum: Es bleibt auch hier sehr subjektiv!

  • Sind Tragetücher für jeden geeignet?

Theoretisch ja. Praktisch bedarf es aber Übung. Beim ersten Binden mit kleinem Baby kannst du schnell einmal das Gefühl haben, die knapp 5 Meter Stoff nie zu entwirren, aber meist läuft es nach zwei, dreimal binden, spätestens nach einer Woche regelmäßig üben, völlig automatisiert ab. Hier kann ich nur raten: Hab Geduld mit dir selber und gib nicht sofort auf!

Willst du gerne im Tuch tragen, kommst aber mit der Stofffülle wirklich nicht zurecht, könnte beispielsweise auch eine Wrapcon als Kombination von Tuch und Tragehilfe etwas für dich sein.

  • Gibt es eine Komforttrage die Du besonders empfehlen kannst? Wenn ja warum?

Ich kann aus oben genannten Gründen nur sagen, womit wir in unserer Familie privat im Moment gerne tragen: Ich bin in erster Linie ein Tragetuchfan, aber wenn ich oder mein Mann zur Tragehilfe für eines unserer Kinder (2 Monate und 2,5 Jahre) greifen, sind Limas, Didytai, Wrapidil, MySol, Fräulein Hübsch, Ruckeli, Nekoslings Carrier und ISARA V3 gern in Benützung.

Aber in 2,5 Jahren Tragezeit haben wir aber, allein durch meine Tätigkeit als Trageberaterin, vieles am Markt auch bewusst durchprobiert, und tun dies immer noch! Jede Tragehilfe hat einfach ihre Berechtigung!

  • Warum ist eine Trageberatung sinnvoll?

Wie bereits am Anfang erwähnt, bieten Babyfachgeschäfte nur die Spitze des Eisberges an Tragehilfe-Möglichkeiten. In einer Trageberatung besteht die Möglichkeit hier aus dem Vollen zu schöpfen. Sollte eine Trageberatung finanziell gerade nicht drinnen sein, so können Tragehilfen auch über Testpakete mancher Trageshops, oder lokal hie und da vorhandenen Tragehilfencafés getestet werden. Vielleicht habt ihr auch im Freundeskreis erfahrene Trageeltern, welche euch etwas leihen können.

Bei der Wahl der TrageberaterIn empfiehlt es sich darauf zu achten, dass diese die Ausbildung bei einer Trageschule absolviert hat. So könnt ihr darauf vertrauen, dass euer Gegenüber eine fachlich fundierte Qualifikation zum Thema hat. Auch ein Blick in das Sortiment der Trageberaterin im Vorfeld macht Sinn: Hat sie die Tragehilfen, die euch interessieren (über interne Netzwerke können wir TBs auf Anfrage auch von Kollegen bei Bedarf fehlende Marken ausleihen)? Oder hat sie prinzipiell viel Auswahl? So könnt ihr sehr sicher sein, auch etwas zu finden, was zu euch passt!

Auf alle Fälle erspart ihr euch durch ein Anprobieren im Vorfeld (mit Kind bevorzugt!) potenziell viel Ärger und viele teure Fehlkäufe, die durch Blindkäufe passieren können.

Auch bei Tuchbindeweisen kann manchmal ein geschultes Auge, welches erste Bindeversuche begleitet und gezielt Tipps gibt, die man auf Youtube-Videos nicht unbedingt sieht, dabei helfen, Unsicherheiten abzubauen, Handgriffe zu festigen und bei Problemen („Mein Kind will nicht ins Tuch“, Schmerzen etc.) eventuelle Ursachen zu entlarven und Technik oder Bindeweisen zu optimieren.

*******************************************************************

An dieser Stelle: Liebe Christina, vielen Dank für diesen wertvollen Input.

Und womit tragt Ihr Eure Babys am liebsten?

Bildrechte: tragend-begleitet.at

In Kooperation mit buzzdil

 

Hilfe, mein Kind trotzt + Gewinnspiel

Hilfe, mein Kind trotzt + Gewinnspiel

Wie ich bereits angedeutet habe, befindet sich unsere 2 1/3 Jährige Große mitten in der Autonomiephase, wie man seit Neuestem zur altbekannten Trotzphase sagt.

Aber however: Wenn ein kleines Kind versucht, autonom zu werden und anfängt, eigene Entscheidungen treffen zu wollen, kann das für das Kind und dessen gesamte Umwelt ganz schön anstrengend werden. Ich bin deshalb gerade auf Ausschau nach hilfreichen Tipps und Erfahrungsberichten für diese turbulente Zeit.

Ein sehr amüsantes Ratgeber-Büchlein haben vor Kurzem die geniale Christina Tropper (vgl. Zwillings-Mamablog: Einer schreit immer) samt Ehemann Alexander Smutni-Tropper verfasst. In „Die Trotzphase ist kein Ponyhof: Der Eltern-Survival-Guide“ stehen neben einem kurzen Theorie-Input vor allem praxisrelevante Tipps und Tricks für diverse „schwierige“ Situationen im Vordergrund: Essen, Zähneputzen, Haarewaschen, Nägelschneiden, Klogehen, Aufstehen, Schlafengehen, Autofahren, Einkaufen, Essengehen, Aufräumen… An sich einfache, alltägliche Gegebenheiten können mit kleinen Rebellen schon manchmal zum Kraftakt werden. Ich spreche da aus Erfahrung…

Aber ich möchte Euch nicht länger auf die Folter spannen, was Euch in „Die Trotzphase ist kein Ponyhof“ geboten wird. Neben dem Fokus auf konkrete, schwierige Situationen sind es folgende Strategien, die im Umgang mit kleinen Wutzwergen empfohlen werden.

  1. Den kleinen Trotzkopf mitentscheiden lassen – zumindest in einigen Bereichen des Alltags
  2. Sich auf Augenhöhe begegnen – eine Haltung des gegenseitigen Respekts
  3. Das Timing berücksichtigen, Struktur und Familienrituale schaffen – gerade das gibt im Chaos der Gefühle Halt
  4. Das Kind in einem kindgerechten Umfeld selber machen lassen – entsprechend „geübt“ entlastet das Selbermachen gestresste Eltern
  5. Klare Regeln und klare Sprache – lange Monologe und Diskussionen für die Pubertät aufheben
  6. Das „Nein“ wohldosiert einsetzen – sonst ist man irgendwann nicht mehr glaubwürdig

 

Und hier noch ein kleiner „Life“-Auszug aus dem Buch samt wertvoller Tipps rund ums „Liftfahren“:

  • Machen Sie vorher mit dem Kind aus, dass es einen Knopf drücken darf, und auch, welchen. Dabei kann man auch prima die Zahlen lernen.
  • Lenken Sie ihr Kind ab und verwickeln Sie es während der Fahrt in ein interessantes Gespräch, das interessanter ist, als alle Knöpfe zu drücken.
  • Manchmal sollte man einfach zu Fuß gehen. Klingt banal, ist aber effektiv und bei zwei Stockwerken auch gesundheitsfördernd.
  • Wenn andere Personen drücken wollen, fragen Sie nach, ob ihr Kind stattdessen drücken dürfte. Hat den Vorteil: Falls die Person das nicht will, sind Sie nicht die Böse.
  • Wenn es einen „Tür-zu“-Knopf gibt, kann das Kind diesen immer gefahrlos betätigen. Da fühlt sich das Kind wichtig und gebraucht.

Na, seid Ihr neugierig geworden?

Bestens, ich darf nämlich ein Exemplar dieses brandneuen Ratgebers verlosen. 

Und so könnt Ihr gewinnen:

1. Schenkt mir ein „Like“ auf meiner Facebook-Seite

2. Bitte kommentiert, wie ihr mit der Trotzphase Eures/r Kindes/r umgeht bzw. umgegangen seid?

 

Das Gewinnspiel endet am So, 24. September um 22 Uhr abends. Der/die Gewinnerin wird per Zufallsprinzip ausgelost und von mir per Mail verständigt.
 
Mitspielen kann jeder mit einem Wohnsitz in Deutschland oder Österreich.
 
Viel Glück:-)
Ich mache: Energiebällchen (ohne Küchenmaschine)

Ich mache: Energiebällchen (ohne Küchenmaschine)

Während ich abends gerne mit der Großen am Lernturm und dem Baby in der Trage koche, besteht mein Mittagessen derzeit vor allem aus Mandelmus-Broten mit Honig. Wenn mir das Brotessen langweilig wird, tun es auch süße Bällchen, die relativ schnell und simpel hergestellt werden können.

Für ca. 10 Bällchen brauchst Du:

  • 100g Cashewkerne
  • 100g Haferflocken
  • 100g Datteln
  • 25g Kürbiskerne
  • 3 EL Hanfsamen
  • 3 EL Reismilch
  • 2 EL Honig
  • 3 EL Reismilch
  • 2 TL Mandelmus
  • Saft einer Orange

Und so geht`s:

Cashewkerne in Wasser ca. 4h einweichen.

Datteln und Kürbiskerne klein schneiden. Mit restlichen Zutaten vermischen. Die Cashewkerne abseihen und zugeben. So gut es geht mit dem Stabmixer pürieren (meiner hat dabei den Geist aufgegeben, aber es ging auch so).

Die Masse ca. 1h ziehen lassen, Bällchen formen und in Kokosflocken wälzen. Ab damit in den Kühlschrank – am nächsten Tag schmecken die Bällchen am besten. Bei uns zuhause sind die süßen gesunden Dinger auch bei der 2-Jährigen sehr beliebt – auch wenn sie eine etwas stark verdauungsfördernde und blähende Wirkung haben… 😉

Übrigens: Ein Rezept für gebackene Müsli-Energiekugeln habe ich auch schon mal gebloggt.

Was Du in der Karenz bzw. Elternzeit unbedingt machen solltest

Was Du in der Karenz bzw. Elternzeit unbedingt machen solltest

„Das ist die schönste Zeit…“

Wenn ich mit meinen beiden Mädels durch die Gegend kurve, werde ich öfter mal angesprochen, nach dem Alter der Kleinen befragt und „beneidet“, denn: Angeblich ist es gerade die schönste Zeit, die ich mit den Kleinen erlebe.

Im Alltag ist mir das oft nicht bewusst. Mit Baby und mal mehr oder weniger trotzigem Kleinkind neige ich zu Müdigkeit, endenwollender Geduld und wenig Muße, im Augenblick zu leben. Gerade bei meinen Spaziergängen mit schlafendem Baby denke ich viel darüber nach, wie das wohl werden wird, wenn das Baby nächstes Jahr in die Krippe kommt und ich wieder arbeiten werde. Werden wir das alles hinbekommen mit zwei Zwutschgis? Werden sie sich gegenseitig die Haare ausreißen oder werden sie einander anhimmeln? Wie wird das alles, wenn die Große in die Schule kommt und dann zuerst die Große, dann die Kleine in die Pubertät…?

All das sind Dinge, die in nächsten Jahren auf uns zukommen. All das werden wir irgendwie schon meistern, aber doch zerbreche ich mir jetzt schon den Kopf darüber und vergesse dabei oft, den Moment zu leben und den Augenblick zu genießen, in dem mich das Babylein verliebt anschaut und die Große munter vor sich her plappert. Deshalb lautet mein erster „Ratschlag“ für eine erfüllte Karenz bzw. Elternzeit:

  • Sei Dir bewusst, dass Du nie wieder so viel Zeit mit Deinem Kind verbringen wirst wie jetzt (sofern Du planst, dem Arbeitsleben nicht für Ewig Adieu zu sagen)

Abgesehen davon habe ich noch folgende Ideen für die intensive Zeit zuhause mit dem Baby:

  • Lerne andere Mamas kennen: Ob am Spielplatz oder in diversen Babykursen oder -treffs. Der Austausch mit Gleichgesinnten tut einfach gut.
  • Gehe spazieren: Ist das Baby bzw. später Kleinkind erst einmal dem Mittagsschlaf entwachsen, wirst Du so schnell nicht wieder die Möglichkeit haben, lange/entspannende Spaziergänge zu unternehmen.
  • Starte ein „Projekt“, das nicht (direkt) mit dem Baby zu tun hat: Bei mir ist das der Mamablog, der mir das Gefühl gibt, einen Freiraum abseits des Babyalltags zu haben. Wie wäre es zB. mit einem selbst gestrickten Schal, einer Weiterbildung, einem Hobby, das bis dato immer brach lag? Klar, es bleibt nicht viel Zeit neben dem Baby, aber ein paar Minuten „Auszeit“ sollten drin sein und tun der sich selbst aufopfernden Mama-Seele gut.
  • Mache es Dir zuhause gemütlich, denn: Mit Baby wirst Du so viel Zeit in den eigenen vier Wänden verbringen wie noch nie.
  • Achte darauf, dennoch nicht zum Stubenhocker zu mutieren. Gerade mit einem Baby, das nur eingeschränkt kommuniziert, fällt einem leicht die Decke auf den Kopf. Mein 2-Jährige hat zwar ununterbrochen den Mund offen, aber auch ich brauche mindestens jeden 2. Tag die Unterhaltung mit einem Erwachsenen.
  • Lass Dir Zeit: Stress – wozu? Vermeide es, bei Terminen immer pünktlich sein zu wollen und überhaupt zu viele Termine zu vereinbaren. Komm runter, entspann Dich und enjoy your day – das Baby wird`s Dir danken, denn: Entspannte Mama – entspanntes Baby. So geht das.
  • Lass es Dir gut gehen: Backe Dir einen Kuchen, wenn es regnet. Schlafe, wenn das Baby schläft. Genieße die Freiheit, dich vormittags ins Kaffeehaus zu setzen und dabei immer in süßer Begleitung zu sein… diese Zeit kommt nie wieder.

Und welche „Pläne“ habt ihr für die Karenz bzw. Elternzeit?

3 Monate Schwestern-Sein

3 Monate Schwestern-Sein

Da bin ich wieder. Nach einem (meist) genialen Sommer mit viel Abwechslung bin ich wieder gut in meinem Kindergarten-Alltag angekommen und genieße es, dass es draußen immer noch so schön ist. Seit dem Urlaub in Vorarlberg bin ich nämlich am liebsten an der frischen Luft, ob am Spielplatz, im Wald oder einfach nur so am Spazieren. Dabei lerne ich nämlich gerade alle Automarken auswendig und versuche mir, die vielen verschiedenen Pflanzen zu merken, die entlang meiner Spazierwege wachsen. Eine ganz schöne Herausforderung.

Wenn ich nicht unterwegs bin, male ich am liebsten Häuser oder baue Häuser aus Lego. Seit Neuestem spiele ich aber am liebsten mit meinen vielen neuen Freunden. Einer von ihnen ist Diego, der fast immer mit dabei ist und in unserer Wohnung sogar ein eigenes Haus bekommen hat. Mama ist zwar nicht begeistert davon, dass er damit das ganze Gästezimmer besetzt und darin mein gesamtes Spielzeug bunkert, aber sonst findet sie Diego – glaube ich – ganz in Ordnung. Immerhin lasse ich mir wieder gerne die Zähne putzen, wenn Diegos Zähne auch geputzt werden, und lasse meine Babyschwester in Ruhe trinken, weil ich währenddessen mit Diego Buch anschauen kann.

Wenn meine Babyschwester nur endlich auch schon so eine tolle Spielkameradin wäre. Mit ihren 3 Monaten grinst sie mich zwar vergnügt an, wenn ich sie nach dem Kindergarten begrüße oder ihr ein Lied vorsinge, aber das war`s dann auch schon wieder. Noch ist sie leider weit davon entfernt, mit mir auf die Rutsche zu klettern, im großen Schwimmbad rumzuplanschen oder einen anständigen Sandkuchen zu backen. Sie schaut mir in Bauchlage zwar schon recht neidisch zu, wenn ich mitten am Spielen bin, wird aber bald grantig, wenn ihr das Umrollen zurück auf den Rücken nicht gleich gelingt, aber was soll ich sagen, kleines Schwesterlein? Da müssen alle Babys durch – mir ging es vor 2 Jahren ganz gleich.

Und weil es mit dem Babylein eben noch nicht so lustig spielen ist, habe ich Diego. Und Mama, Papa, Omi… Langweilig wird mir so schnell nicht. Mama dagegen braucht ständig Abwechslung. Zwei Nachmittage hintereinander auf denselben Spielplatz – nicht mit ihr. Zwei Nachmittage hintereinander zuhause – nicht mit ihr. Also dürfen meine kleine Babyschwester und ich täglich gespannt sein, was Mama mit uns vorhat. Mit Papa ist das aber nicht viel anders. Wenn es nach ihm gänge, würden wir jeden Tag einen Ausflug machen. Das wäre mir aber zu anstrengend. Da bin ich ganz froh, dass er während der Woche am Arbeiten ist. Denn ja: Ich bin zwar nach wie vor ein vergnügungssüchtiges Kleinkind, aber ich brauche ein bisschen Ruhe bzw. braucht die Mama ihre Ruhe und meine Babyschwester sowieso, und Diego auch… An ruhigen Tagen zuhause sehe ich Mama beim Aufräumen zu, baue Häuser (jeden Tag in einem anderen Zimmer – wozu haben wir denn sonst so eine große Wohnung?), helfe Mama beim Kochen oder zaubere eigene Gerichte: Basilikumtee und Marilleneis. Meinen Stofftieren schmeckt‘ s und dem Diego auch. Kein Wunder, dass er so gerne bei uns ist. Ob er wohl noch länger bei uns wohnen darf?